Ahlhorn/Großenkneten - Was wird aus dem Blockhaus Ahlhorn? Diese Frage bewegt viele Menschen – nicht nur in der Gemeinde Großenkneten – nach dem Ausstieg der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg und der Stilllegung des Betriebs zum 31. Mai. Am Montagabend haben die beiden Bremer Projektentwickler Anton Brinkhege und Marcus Henke den Großenkneter Rat ausführlich informiert. Dabei wurde klar: Eine endgültige Antwort gibt es derzeit (noch) nicht.
„Es ist keine einfache Aufgabenstellung“, betonte Henke, dass alle Beteiligten zusammen agieren müssen. „Wer Ideen hat, möge auf uns zukommen“, zeigte er sich für Gespräche jederzeit offen. Zugleich betonte er: „Es ist ein sehr dynamischer Vorgang, das Telefon steht nicht still.“ Die Strahlkraft des Objektes sei groß.
In seiner Einleitung hatte Bürgermeister Thorsten Schmidtke kurz erläutert, dass die Kirche das Ende der Trägerschaft mit dem unwirtschaftlichen Betrieb begründet. „Das Jugendheim Blockhaus Ahlhorn hat für die Gemeinde Großenkneten eine herausragende Bedeutung“, betonte er.
Schmidtke überzeugt
Der aktuelle Stand sei, dass die Gründung einer Trägergemeinschaft für das Blockhaus Ahlhorn mit Übernahme der Einrichtung durch die Bremer Projektentwickler Anton Brinkhege und Marcus Henke in Betracht komme. „Ich bin sicher, die können das auch“, zeigte sich Schmidtke von den bisherigen Gesprächen mit den Hanseaten angetan. Sie arbeiten derzeit an einer Machbarkeitsstudie mit dem Ziel, bis Mitte des Jahres ein langfristig wirtschaftlich tragfähiges Konzept für möglichst vielfältige Nutzungen zu entwickeln. Brinkhege und Henke kennen sich in der Materie aus. So stellte Henke die Begegnungsstätte Kloster Damme vor, bei der es auch um die Umnutzung einer kirchlichen Immobilie ging.
Weiter Jugendarbeit
Laut Henke soll in Ahlhorn die Jugendarbeit weiterhin ein Schwerpunkt bleiben. Hinzu kommen ökologische Bildungsarbeit, Waldökologie, Gewässer und Landwirtschaft sowie der Umgang mit Werten und Historie. In den Worten von Schmidtke: „ein Bildungszentrum für ökologische, ökonomische und soziale Ziele mit besonderem Bezug zum regionalen Umfeld“.
Als Grundvoraussetzung definierte Henke ein Konzept, in dem vielerlei Angebote miteinander kombiniert werden, ergänzt durch einen „Ankermieter“. Ein Ziel sei es, im Sinne des Naturschutzes die Nutzung zu reduzieren durch das Senken der Übernachtungskapazitäten (derzeit 180 Betten). Ausgeschlossen wird daher auch ein Hotel. Zudem werden naturakademische Inhalte, Angebote für verschiedene Schulformen sowie ein Forschungs- und Laborort angepeilt. Dabei spielen Überlegungen der Uni Oldenburg und der Jade-Hochschule zu einem Schlauen-Haus-Konzept eine Rolle.
