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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Großer Baum ist der „Hingucker“ im neuen Raum

09.08.2018

Ahlhorn Der Raum in der ehemaligen Rettungswache der Johanniter in Ahlhorn erstrahlt in hellen Farben, auf einem Sideboard stehen eine große Laterne mit flackerndem Teelicht, dekorative Schalen aus gefärbtem Glas mit Blüten und bunten Steinen sowie Bücher und vieles mehr. Eine Wand wird beherrscht von einem riesigen Kunstwerk, einen auf die Wand gemalten Baum mit einem echten, eingearbeiteten Ast und einem vorstehenden Stamm.

Im Raum selbst ist alles neu: Tapeten, Fußboden, Elektroinstallation und die Heizungen. „Die Renovierung hat nur eine Woche gedauert“, erzählt Petra Janssen, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes der Johanniter in der Gemeinde Großenkneten. „Bis der Raum fertig eingerichtet war, hat es dann drei Monate gedauert.“

Entstanden sind in den ehemaligen Räumen der Rettungswache Ahlhorn der Johanniter-Unfall-Hilfe an der Königsberger Straße 10 ein großes Büro sowie eine Begegnungsstätte für den Ambulanten Hospizdienst der Johanniter. Die Rettungswache hatte im Dezember 2017 ihre neuen Räume an der Wildeshauser Straße bezogen, erläutert Stefan Greiber von den Johannitern. Der Hospizdienst teilte sich bisher auf engstem Raum das Büro mit anderen Leistungsbereichen des Johanniter-Ortsverbands.

Veranstaltungen wie das Trauercafé oder die Treffen der Trauergruppe fanden unter anderem in Gemeindehäusern statt, feste Bürozeiten gab es nicht. Das wird zukünftig anders sein. „Wir sind montags von 15 bis 17 Uhr und mittwochs von 10 bis 12 Uhr fest hier vor Ort“, verspricht Janssen. Aber auch außerhalb dieser Zeiten ist der ambulante Hospizdienst jederzeit erreichbar.

Hingucker im Begegnungsraum ist der große Baum, der eine Wand ziert. Die Äste sind dunkel, wirken wie abgestorben. Doch vereinzelt sprießen Blätter aus dem Holz, Flechten und Moose siedeln sich an, die Sonne strahlt zaghaft durch die Äste. „Eigentlich hatte ich den Baum trauriger geplant“, sagt Künstler Thommes Nentwig. Doch während der Arbeit wurde er immer grüner, die Farbe findet sich auch im Mobiliar wieder. „Der Baum zeigt, dass aus Altem, Verstorbenem wieder neues Leben erwächst“, sagt Nentwig. Ein Ast, der sich aus der Wand herauswindet, ist echt. Ungewöhnlich ist auch der Stamm des Kunstwerks. Er ist aus umweltfreundlichem Kunststoff geformt und ragt ebenfalls aus der Wand heraus. Zudem kann er mitgenommen und zum Beispiel auf Messen eingesetzt werden. Er hat eine kleine Baumhöhle, die etwa in Seminaren genutzt werden kann. „Dort können zum Beispiel Wünsche, Grüße, Sinnsprüche oder ähnliches hinterlegt werden“, erklärt der Künstler.

Gekostet hat der Umbau mehr als 20 000 Euro, finanziert wurde er von den Johannitern und Fördermitteln sowie Zuschüssen unter anderem von der Daimler-Aktion ProCent. Spenden, die für den Hospizdienst bestimmt sind, wurden nicht verwendet. „Die fließen ausschließlich in die Ausbildung und den Einsatz unserer ehrenamtlichen Helferinnen“, betont Petra Janssen.

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