Ahlhorn - Martin Gobert, Dienststellenleiter des Ortsverbands Ahlhorn, Gründer des Ortsverbands Cloppenburg, der Kontaktstelle Hospiz in Löningen und des Stützpunktes Vechta der Johanniter-Unfall-Hilfe, ist vergangene Woche überraschend im Alter von nur 55 Jahren verstorben. Das wurde am Montag bekannt.
Martin Gobert aus Cloppenburg trat am 1. Oktober 1989 als Rettungssanitäter dem Ortsverband Ahlhorn der Johanniter-Unfall-Hilfe bei. Im Laufe der Jahre entwickelte er sich stetig weiter, brachte es zuletzt zum Lehrrettungsassistenten und bemühte sich sehr um die Ausbildung von Nachwuchs für den Rettungsdienst. Am 1. September 2008 wurde er Dienststellenleiter des Ortsverbands Ahlhorn und führte seitdem erfolgreich einen der ältesten und aktivsten Verbände bundesweit.
Zusätzlich übernahm er 2017 die Funktion des Sonderbeauftragten für die Weiterentwicklung der Verbände im Oldenburger Münsterland und im Landkreis Oldenburg. Dazu zählen der von ihm selbst gegründete Ortsverband Cloppenburg und der Ortsverband Garrel sowie der Ortsverband Hude, an dessen Gründung Martin Gobert maßgeblich beteiligt war.
Das Ziel, den Stützpunkt Vechta zu einem Ortsverband weiterzuentwickeln, konnte er nicht mehr verwirklichen. Es ist aber wesentlich Martin Gobert zu verdanken, dass die Johanniter in der Stadt Vechta eine Anlage für Wohnen mit Service übernehmen konnten und in der Einrichtung gemeinsam mit dem Seniorenbüro Vechta eine Anlauf- und Informationsstelle für ältere Menschen einrichten.
2013 gründete Martin Gobert den Hospizdienst in der Gemeinde Großenkneten. Zudem sind bei den Johannitern in Ahlhorn neben dem Rettungsdienst auch die Motorradstaffel sowie der Gas- und Brandschutzservice angesiedelt.
Martin Gobert erhielt für seinen Einsatz zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Ehrenzeichen der Johanniter-Unfall-Hilfe am Bande.
