Ahlhorn - Dass er einmal Lehrer werden würde? Damit hätte Florian Schön kurz nach dem Abitur am Herbartgymnasium in Oldenburg selbst nicht gerechnet. „1998 war mein Plan, Journalist zu werden“, erzählt der heute 42-Jährige und schmunzelt. Doch dann sei alles anders gekommen. Seit dem 15. Juli ist Schön neuer Schulleiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn. Mit unserer Redaktion sprach Schön nun über seinen Werdegang, die Freude am Lehrerberuf – und Modelleisenbahnen.
Studium in Hannover
In Oldenburg aufgewachsen, zog es Schön, dessen Großeltern in Sage leben, 1999 nach Hannover. Dort begann er sein Magister-Studium mit Hauptfach Geschichte und in den Nebenfächern Französisch und Politik. 2004 schloss er sein Studium ab.
Mehrere Praktika und die Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Gerd Andres (viele Jahre Mitglied im Deutschen Bundestag) führten in dieser Zeit dazu, dass er seinen Berufswunsch noch einmal überdachte. Denn: Schön war auch für die Berlin-Fahrten zahlreicher Schülergruppen zuständig. „Dabei kam ich mit Schülern und Lehrern ins Gespräch und habe gemerkt, wie viel Freude und Spaß mir das macht“, sagt Schön. Kurzerhand ließ er sich sein Magisterstudium für ein Lehramtsstudium anrechnen und holte die fehlenden Qualifizierungen an der Uni Osnabrück nach.
Im November 2007 startete Schön sein Referendariat in Isernhagen bei Hannover und unterrichtete ab 2009 für die folgenden zwölf Jahre Geschichte und Französisch am Gymnasium Goetheschule in Hannover. Weitere Aufgaben, wie die Verantwortung für die Fachgruppe Geschichte und die Schülervertretung, die Erstellung von Stunden- und Vertretungsplänen und schließlich die Koordinierung der Sekundarstufe I, folgten.
„Als Lehrer ist man verantwortlich für eine positive Unterrichtsführung. Man muss Freude an der Arbeit mit Kindern haben und die fachliche Kompetenz mitbringen. Dann ist es ein super Beruf“, so Schön. Ihm liege es am Herzen, die Schulzeit für seine Schüler bestmöglich zu gestalten. Dass er das Unterrichten künftig allerdings auf vier Schulstunden pro Woche reduzieren muss, sei für ihn schon eine Umgewöhnung gewesen. „Ich habe aber auch Freude daran, Verantwortung für die Schule zu übernehmen und sie nach außen zu repräsentieren“, erklärt der 42-Jährige, der stets ein offenes Ohr für Schüler, Eltern, Kollegen sowie für externe Anregungen haben möchte.
Übrigens: Arbeitet Schön mal nicht am Gymnasium, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Ehefrau und seiner achtjährigen Tochter, die mit ihm in die Gemeinde Großenkneten gezogen sind. Für diesen Rückhalt ist Florian Schön dankbar.
Kaum Zeit für Hobby
Eine weitere Leidenschaft des 42-Jährigen: Modelleisenbahnen. „Meine präferierte Größe ist H0“, verrät er und lacht. In den vergangenen Jahren sei für dieses Hobby aber kaum Zeit geblieben. „Mein Herz schlägt für Großenkneten und die Schulgemeinschaft. Unsere Schüler sollen eine gute Schulzeit erleben. Da muss der Modellbau erstmal zurücktreten“, so Schulleiter Florian Schön.
