Ahlhorn - Drei Kunstrasenplätze hat die Gemeinde Großenkneten schon. Zwei befinden sich in Großenkneten, einer in Huntlosen. In Ahlhorn gab es auch schon lange den Ruf der Fußballer nach diesem ganzjährig nutzbaren Untergrund. Jetzt ist er erhört worden. Die Sportfreianlage im Ahlhorner Schulzentrum ist fertig, und dazu gehört neben neben Sprintstrecke, Finnenlaufbahn und Flutlicht als Hauptpunkt der neue Kunstrasenplatz.
Am Donnerstagnachmittag hat Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke die Sportstätte offiziell freigegeben. „Das ist ganz großes Kino“, freute er sich. „Besser geht es gar nicht“, meinte er. Vorbei seien jetzt die Zeiten, wo der Naturrasenplatz im Herbst wegen zu großer Nässe gesperrt werden musste. Einziger Wermutstropfen: Wegen der Corona-Pandemie ist natürlich auch diese neue Sportanlage in Ahlhorn derzeit gesperrt.
Neben Vertretern der Gemeindeverwaltung waren auch der Schulleiter der Graf-von-Zeppelin-Schule, Dirk Richter, der kommissarische Leiter des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, Jürgen Steffens, und der Vorsitzende des Ahlhorner SV, Andreas Krems, zugegen. Viel Lob gab es von Schmidtke für das Planungsbüro Kilian & Kollegen, vertreten durch Anna Lena Möller, und die Firma Borchers aus Surwold, vertreten durch Bernhard Mescher.
Die Zielsetzung
Innerhalb des Städtebauförderprojekts „Sozialer Zusammenhalt“ hat die Sportanlage „Zum Sportzentrum“ in Ahlhorn ihr neues Gesicht bekommen. „Ziel war es, eine moderne, multifunktionale und ganzjährig nutzbare Anlage für den Verein-, Schul- und Freizeitsport zu errichten“, so die Gemeinde. Außerdem werde hierdurch eine höhere Auslastung, vor allem auch in den Wintermonaten, erreicht. Die Sportanlage soll als „Gemeinbedarfseinrichtung“ den Bewohnern des Quartiers frei zugänglich sein, heißt es. Zudem profitieren der Schulsport der Graf-von-Zeppelin-Schule und des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums.
Finanzierung
Das Gesamtprojekt hat 1,2 Millionen Euro gekostet und ist innerhalb der geplanten Kosten geblieben, wie Erster Gemeinderat Klaus Bigalke ausdrücklich betonte. Im Rahmen der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden werden die Kosten jeweils zu einem Drittel durch die Gemeinde, den Bund und das Land finanziert, so Kämmerer Horst Looschen.
Kunstrasenplatz
Die größte Baumaßnahme war der Umbau des Fußballplatzes zu einem Kunstrasenplatz – entsprechend der DFB-Regularien in der Größe 68 mal 105 Meter. Allein dafür mussten rund 8000 Quadratmeter Boden planiert werden. 800 Kubikmeter Sand und 1600 Kubikmeter mineralischer Schotter wurden eingebaut. Hinzu kamen 8000 Quadratmeter elastische Tragschicht. Der neue Kunststoffrasen besteht aus drei Faserarten und ist nur mit einer dünnen Quarzsandschicht zur Beschwerung verfüllt. Dieser unverfüllte Kunstrasenplatz ist der aktuelle Standard für derartige Sportstätten.
Laufen
Nagelneu ist auch die Sprintstrecke mit einem auffälligen blauen Belag. Die rund 470 Meter lange Finnenlaufbahn rund um das Gelände wurde komplett neu angelegt. Sie liegt außerhalb des neu eingezäunten Geländes.
Flutlicht
Die Flutlichtanlage funktioniert jetzt mit LED-Technik. Die Standsicherheit der Masten wurde zudem überprüft, schadhafte Strom-Erdkabel wurden neu verlegt. Über eine Steuerung können auch nur einzelne Platzteile beleuchtet oder in unterschiedlichen Beleuchtungsstärken wie Orientierungsbeleuchtung, Training oder Wettkampf beleuchtet werden.
Perspektive
Der benachbarte Hartplatz soll in der Zukunft auch noch erneuert und zum Multifunktionsplatz für Fußball, Handball und Basketball umgestaltet werden. Ebenso sollen die alten Umkleideräume saniert werden. Dafür hat die Gemeinde einen Förderantrag aus dem Investitionspakt Sportstätten gestellt. Wenn es gut läuft und Großenkneten mit dem Antrag zum Zug kommen sollte, könnten bis zu 90 Prozent an Fördermitteln fließen. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 718 000 Euro.
