Ahlhorn - Der Wanderweg „Ahlhorner Fischteiche“ ist mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet worden. Das Prädikat legt deutschlandweite Standards für Wanderwege fest und wird anhand von Kernkriterien und Wahlkriterien vom Deutschen Wanderverband verliehen. Erstmalig hatte sich der Zweckverband „Naturpark Wildeshauser Geest“ um dieses Prädikat bemüht und ist nun auf der Messe Caravan Salon 2023 in Düsseldorf für den Wanderweg in der Gemeinde Großenkneten prämiert worden.
„Nur mit Qualität punkten“
Die Anforderungen der Wanderer an die Qualität der Wanderwege sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, so der Zweckverband. Wanderer wünschten abwechslungs- und aussichtsreiche Wanderwege in natürlicher Umgebung, eine zuverlässige Markierung sowie eine gute Infrastruktur am Wanderweg. Um diesen Wünschen der Wanderer gerecht zu werden, entwickelte der Deutsche Wanderverband Qualitätskriterien für Wanderwege. Diese Kriterien machen die Attraktivität eines Wanderweges messbar. „Ich freue mich, dass wir mit unseren regionalen Partnern aus Forst- und Teichwirtschaft gemeinsam den ersten qualifizierten Wanderweg im Naturpark vorweisen können“, begrüßt Zweckverbands-Geschäftsführer Oliver Knagge die Auszeichnung. „Nur über Qualität können wir uns auf der Wanderkarte Deutschlands bemerkbar machen.“
„Arbeit hat sich gelohnt“
Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Arne Kunz (Sachbearbeiter für Tourismus bei der Gemeinde Großenkneten) freuen sich über die Anerkennung des Deutschen Wanderverbands (DWV); denn diese Auszeichnung trage dazu bei, den Tourismus in der Region zu fördern, da Wanderer und Naturfreunde gezielt nach gut ausgebauten und qualitativ hochwertigen Wegen suchten. „Die Arbeit hat sich gelohnt; denn die besonderen Qualitätsstandards sind schon herausfordernd“, so Kunz.
„Wilde Geest zu Fuß“
Der im Rahmen des Projektes „Wilde Geest zu Fuß“ entstandene Wanderweg bietet auf einer Länge von 5,2 Kilometern eine abwechslungsreiche Teich- und Waldwirtschaft rund um die Ahlhorner Fischteiche. Mitten im Ahlhorner Urwald gelegen führt der Weg vorbei an Baumriesen und reichlich Wasserflächen. Von der um 1900 angelegten Wasserfläche inmitten eines Naturschutzgebietes aus Sanddünen, Heideflächen und Mooren angelegten Teichen werden heute noch etwa 35 betrieben, in denen vor allem Karpfen, aber auch andere Süßwasserfische gezogen werden. Im Hofladen können Wanderer Leckereien aus der Fisch-Räucherei und der forsteigenen Jagd erwerben. Lohnenswert ist auch ein Schlenker zur heimeligen Kapelle Sankt Petri zu den Fischteichen und dem Blockhaus Ahlhorn. Ebenso zu empfehlen ist ein Abstecher – vorbei am Naturdenkmal „Zwölf Apostel“ – in die historische Teichwirtschaft mit dem sanierten „Alten Hälterhaus“. Dort weist eine Dauerausstellung auf die Geschichte der Fischzucht und die Ökologie des Gebietes hin.
