Über 50 Mitglieder des Dorfvereins Hurrel haben an einer Führung über die Ahnenstätte Hilligenloh teilgenommen. Zusammen mit weiteren Gästen aus Lintel und Altmoorhausen ließen sie sich von Martin Gerdes-Röben und Kurt Bisanz vom Ahnenstätten-Verein über die Geschichte des 1932 eingeweihten Areals informieren. Im Vordergrund stand der nach Ende des Ersten Weltkriegs aufkeimende Gedanke, aus der Kirche ausgetretenen Menschen eine Bestattung in würdevollem Rahmen zu ermöglichen. Dafür kaufte der damalige Vereinsvorstand um den Huder Heilpraktiker Hermann Grüttemeier vom Hurreler Bauern Heinrich Ahrens das rund einen Hektar große, schon in der Bronzezeit als Begräbnisstätte genutzte Heide-Grundstück und errichtete dort den von den Mitgliedern bis heute bewusst naturnah gehaltenen Friedhof.

Neben dem hohen ehrenamtlichen Aufwand, den das erfordert, und anderen organisatorischen Fragen wurden bei der Führung aber auch einige kritische Aspekte angesprochen. Etwa die bis in die 90er Jahre hinein in der Satzung manifestierte Nähe zu den völkischen Ideen von Erich und Mathilde Ludendorff, von denen sich der Ahnenstätten-Verein klar – in einer geänderten Vereinssatzung und der Trennung von einigen Mitgliedern – distanziert. Zum Abschluss ging es zum Mittagessen ins Seminarhaus Lichtblick in Hurrel.LD