Hattens Bürgermeister Helmut Hinrichs wurde bei der Teilnahme an der deutsch-französischen Kommunalpartnerschaftskonferenz in Berlin eine besondere Ehre zuteil: Er durfte auf Einladung des Auswärtigen Amtes der Verleihung des Adenauer-de-Gaulle-Preises 2005 an Helmut Schmidt und Valery Giscard d’Estaing beiwohnen. Dass er am Ende seiner Dienstzeit noch einmal auf Helmut Schmidt traf, war für Hattens Bürgermeister „schon etwas Besonderes.“ Seine erste Begegnung mit Schmidt hatte Hinrichs 1978 als junger Landtagskandidat, als er bei den Wahlkampfvorbereitungen 15 Minuten mit dem damaligen Bundeskanzler sprechen durfte.

Bis weit nach Mitternacht haben die rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wildeshauser Krankenhauses Johanneum am Donnerstag in der Discothek „Fun Factory“ die erfolgreiche Zertifizierung nach den Qualitätsnormen KTQ und „ProCum-Cert“ gefeiert. Zur Musik für die „Ü 30“-Generation hatte die Küche des Johanneums ein Büfett gezaubert. Die Betriebsfeier wurde von Sponsoren finanziert, betonte Johanneum-Verwaltungsleiter Hubert Bartelt.

Bei der Übergabe der Zertifikate im Café des Johanneums hatten sich Wildeshausens Bürgermeister Franz Duin und der stellvertretende Landrat Friedrich Harnisch zuvor ein kleines Scharmützel um ein größeres finanzielles Engagement des Landkreises an dem Krankenhaus geliefert. Harnisch bedauerte, dass er auch diesmal ohne Scheck gekommen war. Denn im Gegensatz zu den Gemeinden habe der Kreis keinen ausgeglichenen Haushalt. Darauf Duin flapsig: „Reden kann er, aber Jammern noch besser.“

Taktvolles Kollegium“ – diesen Namen haben sich die Lehrkräfte der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen bei der Verabschiedung des langjährigen Schulleiters Gerhard Hillebrandt redlich verdient. Weder die gleichnamige Gruppe noch der BBS-Chor Die MetHSoz ließen sich aus dem Takt bringen, sondern präsentierten souverän ihre Darbietungen. Die „Pädagogische(n) Vier“ Christoph Pauly, Markus Schalk, Peter Kracke und Bernhard Zahn setzten mit ihrer Sketch-Musiknummer den krönenden Schlusspunkt. Da mochten die zahllosen Redner noch so sehr um die besondere Formulierung ringen, die BBS-Produktionen segelten beim Abschied des Kapitäns allen davon.

Abschiedsstimmung auch im Wildeshauser Kreishaus: Lore Finke räumte ihren Stuhl für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Kreis. Die Kollegen aus dem Hauptamt lockten sie unter einem Vorwand zur überraschenden Abschiedsfeier in die Kantine. Die Hauptämtler hatten sich reichlich Mühe gegeben und sich gar jeder auf seine Weise in einem Heft verewigt. „Da wurde mir schon ein bisschen anders, als ich das las“, gestand die 48-jährige Harpstedterin. Dem Kreishaus bleibt sie erhalten: Sie wechselt „nur“ ins Jugendamt.

Der neue Pressemann im Kreishaus, Oliver Galeotti, lüftete bei seiner Vorstellung sogleich das „Geheimnis“ um den klangvollen Nachnamen: Vater Galeotti kam 1961 als italienischer Gastarbeiter nach Cloppenburg und baute hier u.a. am Pfanni-Turm mit. Viel wichtiger aber: Er lernte die Frau seines Lebens kennen. Mit dem 36-jährigen Junior arbeitet jetzt übrigens ein Ex-Deutscher-Meister im Kreishaus. Als 14-Jähriger stand er bei den Mannschaftmeisterschaften der Sportkegler mit auf der Siegertreppe.