Landkreis Oldenburg - Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg ist im März leicht um 71 Personen (2,7 Prozent) im Vergleich zu Februar gesunken. 2537 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2022 ist die Zahl der Arbeitslosen wiederum um 274 Personen (12,1 Prozent) gestiegen.
Die Arbeitslosenquote, berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen in der Arbeitsmarktregion, betrug im März 3,3 Prozent und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (3,0 Prozent).
Einstellungen im März
„Die Zahl der Arbeitslosen in unserem Agenturbezirk ist im Vergleich zum Vormonat gesunken“, so Christian Berndt, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. Mildere Temperaturen im März hätten dazu geführt, dass die ersten Einstellungen in witterungsabhängigen Branchen bereits erfolgen konnten. „Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Bestand an Arbeitslosen lässt sich unter anderem mit der Aufnahme geflüchteter Menschen in das Sicherungssystem der Grundsicherung erklären“, so Berndt.
„Auch, wenn die aktuellen Zahlen der Arbeitslosigkeit weiterhin saisontypisch ist, zeigt sich weiterhin, mit Blick auf das Vorjahr, eine stärkere Verzerrung des Arbeitsmarktes als üblich. Die Krisen, die unser Land derzeit politisch und wirtschaftlich beschäftigen, zeichnen sich weiterhin in den Betrieben ab“, legt Niels Stobbe, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Delmenhorst und Wildeshausen, dar.
Start „leicht gedämpft“
Der Start in den Ausbildungsmarkt lasse sich zudem als „leicht gedämpft“ bezeichnen. „Wir haben in Delmenhorst, im Vergleich zum Vorjahr, 40 Personen weniger in Betreuung, welche nach Berufsausbildungsstellen suchen, zeitgleich sind auch die gemeldeten Berufsausbildungsstellen an sich mit 74 Stellen um 10,6 Prozent gesunken. Ich möchte hier noch einmal explizit an die jungen Menschen herantreten und auf die Chancen und Möglichkeiten, die eine Berufsausbildung bereithält, verweisen. Auch bei diesem Thema stehen wir weiterhin tatkräftig zur Verfügung“, so Stobbe.
