Vor der Wachkompanie der Wildeshauser Schützengilde sind alle Menschen gleich. Da kommt auch der Präsident der Bremischen Bürgerschaft nicht ungeschoren davon, nicht einmal, wenn er seit Kurzem auch noch Bürgermeisterkandidat der CDU im kleinsten Bundesland ist. Frank Imhoff (links) nahm es mit Fassung und zahlte seine Strafe, nachdem er des unberechtigten Überschreitens der Landesgrenzen bezichtigt wurde. So ersparte er sich, in Ketten gelegt und vors Hohe Gericht der Gilde geführt zu werden. Seit seinem 18. Lebensjahr gehört Frank Imhoff, dessen Schwester in Wildeshausen lebt, der Schützengilde an. Wenn es seine Möglichkeiten erlauben, marschiert er mit dem Gildeclub „De Twintig“ aus und hat auch schon mehrfach auf den Papagoy angelegt. In diesem Jahr war der 53-Jährige zudem Festredner beim Schaffermahl. Auf die Teilnahme am Königsschießen verzichtete Imhoff jedoch. Denn noch lieber, als am 28. Mai 2023 auf der Burgwiese beim 620. Gildefest die Parade abzunehmen, möchte er zwei Wochen zuvor, am 14. Mai 2023, Bürgermeister in Bremen werden. Darauf will er sich konzentrieren.
Gildefest in Wildeshausen Wache nimmt Imhoff in die Mangel
Frank Imhoff musste sich vor Mitgliedern der Wachkompanie verantworten.
Hergen Stolle
