Hude - Am Ende folgte der Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales einstimmig der Empfehlung der Verwaltung: Zur kurzfristigen Wiederherstellung der Nutzung der Mehrzweckhalle am Huder Bach soll erst einmal nur der Hallenboden erneuert werden. Ohne auf das Gesamtkonzept zur Sanierung der vor allem energetisch stark in die Jahre gekommenen Halle zu warten. Die Entscheidungsfindung über die Art und den Umfang einer solchen Komplettsanierung, einschließlich der weiteren Aspekte wie Finanzierung, Vergabeverfahren, Bauzeit, könnte nämlich Jahre dauern. So lange will man nicht warten, bis Schulen und Vereine die seit Juni 2021 gesperrte Halle wieder nutzen können. Wenn auch der Verwaltungsausschuss grünes Licht gibt, soll die Bodenerneuerung umgehend ausgeschrieben werden, um möglichst zum Beginn der Wintersaison fertig zu sein, wie Bürgermeister Jörg Skatulla berichtete, unabhängig von der Auseinandersetzung mit der Haftpflichtversicherung des Unternehmers, die parallel weiterlaufe.
Wie wir berichteten, wurden verschiedene Alternativen geprüft. Am Ende gebe es zur Erneuerung des Hallenbodens sowohl aus Kosten- als auch aus Zeitgründen keine Alternative, sagte Skatulla. „Das müssen wir auf jeden Fall angehen und ganz schnell auf den Weg bringen, am besten heute noch“, sagte FDP-Fraktionschefin Marlies Pape. Das ist einhellige Meinung.
Als „grundsätzlich alternativlos“ sah auch SPD-Frau Ulrike Janz-Janzen den Vorschlag der Verwaltung. Sie stieß sich allerdings an dem vorsorglichen Hinweis, dass bei der Sofortmaßnahme Bodenerneuerung ohne ein Gesamtkonzept die Gefahr bestehen könnte, bei der Komplettsanierung in ein paar Jahren den neu installierten Hallenboden eventuell wieder herausreißen zu müsse, wenn zum Beispiel eine Fußbodenheizung eingeplant werde. Das wäre dann ein Fall für den Bund der Steuerzahler, so Janz-Janzen. Man werde alles daran setzen, dass bei einer späteren Sanierung der Boden nicht wieder ausgebaut werden müsse, versicherten Fachbereichsleiterin Martina Schneider und Bürgermeister Skatulla. Spätere Planungen sollten so ausgelegt werden, dass die Sanierungsmaßnahmen zu dem neuen Boden passten. Das Gesamtvolumen für die sofortige Bodenerneuerung wird auf 450000 Euro geschätzt.
