Hude/Kirchkimmen - „Echolote“ lautet der Titel der neuen Ausstellung in der Galerie am Stall (Am Ebenesch 4) in Kirchkimmen. Eröffnet wird sie am kommenden Sonntag, 27. August, und läuft bis Sonntag, 1. Oktober. Ausstellen wird Galerist Frank Giesen 27 Werke der deutsch-französischen Bildhauerin Martine Andernach.
Bekannt in Kunstszene
Andernach ist in der Kunstszene sehr bekannt, erklärt Giesen. Als Schülerin der Künstler Hans Karl Burgeff und Daniel Spoerri habe sie sich einen Namen gemacht. So verweise der Titel „Echolote“ auf die besondere Qualität in Andernachs Werken.
Andernach lebt in Mühlheim-Kärlich und in Paris. Bei ihren Werken kommt es darauf an, sie genau zu betrachten, sich etwas Zeit zu nehmen. Denn auf den ersten Blick erscheinen ihre Metallskulpturen als geometrische Körper. Doch Andernach versteht es, ihren Werken durch minimale Abweichungen der linearen Zuordnung Leben einzuhauchen. Für das menschliche Auge entsteht eine Räumlichkeit, die ihre Metallskulpturen figürlich wirken lassen. Giesen bezeichnet sie als Echos menschlicher Körper.
Doch es gibt noch mehr, was sich in Andernachs Skulpturen verbirgt. Seit ihrer Kindheit sei sie fasziniert von der Antike und dem Alten Ägypten. Das sei in ihren Werken zu spüren, erklärt der Galerist.
„Reine“ von Martine Andernach
Galerie am Stall
„Sphinx“ von Martine Andernach
Galerie am Stall27 Werke
Neben Metall arbeitet die Bildhauerin mit Stein. Auch in diesen Arbeiten gelingt es ihr, fein gestaltete, lineare Kopfformen herauszuarbeiten. Auf der anderen Seite zeigt sie in vielen Werken aber auch die Naturbelassenheit ihres Materials.
Unter den 27 ausgestellten Werken befinden sich unter anderem Collagen, in denen Andernach mit selbst geschöpften Papieren und anderen Materialien wie Filz dem Prinzip ihrer Kunst folgt: lineare Formen so zu gestalten, dass sie bei genauerer Betrachtung zum Leben erweckt werden.
Künstlerin vor Ort
Die offizielle Eröffnung von „Echolote“ beginnt am kommenden Sonntag um 15 Uhr. Die Künstlerin wird vor Ort sein und im Gespräch mit Giesen in die Ausstellung einführen. Zu sehen sind ihre Werke bis zum 1. Oktober mittwochs bis freitags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr.
