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Baugebiet in Tungeln Investor verantwortlich für Häuservergabe

Das geplante  Baugebiet an der Hundsmühler Straße in Tungeln sorgt für Gesprächsstoff.

Das geplante Baugebiet an der Hundsmühler Straße in Tungeln sorgt für Gesprächsstoff.

Bettmann

Tungeln - Der Bebauungsplan Nr. 18 im nördlichen Teil der Ortslage Tungeln soll nach 38 Jahren endlich realisiert werden. An der Vorgehensweise bei der Vergabe der geplanten Baugrundstücke an der Hundsmühler Landstraße entzündet sich nun aber Kritik: Das Punktesystem, wonach entschieden wird, wer welches Grundstück bekommt, sei mangelhaft, gab NWZ-Leser Oliver Behrens aus Tungeln zu bedenken. Jüngere Interessenten würden benachteiligt. Zudem bemängelte er das fehlende Mitspracherecht des Ortsvereins bei den Vergabekriterien.

„Grundlage für die Vergabe von Baugrundstücken ist eine entsprechende Vergaberichtlinie, die am 16. September 2021 vom Gemeinderat beschlossen wurde“, teilt dazu jetzt die Gemeindeverwaltung mit. Ziel des Punktesystems sei es, jüngere und ältere Menschen bei der Vergabe der Baugrundstücke zum Zuge kommen zu lassen, um eine Durchmischung der Altersstruktur zu erreichen.

Erfahrung mit Baugebiet

„Neben sozialen Kriterien werden bei der Bepunktung auch Ortsbezugskriterien wie Wohnsitz, Erwerbstätigkeit in Wardenburg, ehrenamtliches Engagement berücksichtigt“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Auch Maßnahmen zur Wärmeeffizienz und Nachhaltigkeit würden berücksichtigt. Die Verwaltung ist überzeugt davon, dass eine Vermischung der Altersstruktur Früchte tragen werde.

Die Gemeinde verweist auf Erfahrungen, die man mit dem Baugebiet Stapelriede gemacht habe. „Dort wurde eine gute Durchmischung erreicht.“ Bei rund 66 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber, die dort aktuell einem Grundstück zugeordnet seien, handele es sich um „jüngere“ Menschen. Davon seien 57 Prozent Eltern mindestens eines minderjährigen Kindes.

Vergabe von Investor

Außerdem wird klargestellt, dass die Vergabe der Häuser in Tungeln nicht über die Gemeinde läuft, sondern vom Investor vorgenommen wird. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages sei jedoch festgelegt worden, dass auch hier das bewährte Punktesystem der Gemeinde angewendet wird. Der Investor und Bauträger der Gebäude ist die BR-Teutoburger Immobilien GmbH.

21 Grundstücke

Alle Bewerberinnen und Bewerber dürfen nur eine Wohneinheit erwerben und verpflichten sich gleichzeitig, die Immobilie die ersten fünf Jahre nach Fertigstellung selbst zu bewohnen.

Auf einer Fläche von rund 18 000 Quadratmetern sollen 42 Doppelhaushälften auf 21 Grundstücken entstehen. Jedes Grundstück ist 700 Quadratmeter groß, Käufer können unter vier Doppelhaus-Typen wählen. Ab 1. April können Bewerbungsbogen online unter info@br-teuto-immo.de ausgefüllt werden.

Sarom Siebenhaar
Sarom Siebenhaar Redaktion Jever
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