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BBS Wildeshausen Schüler drehen Filme für niedersachsenweites Projekt

Während des Videodrehs: (von links) Uwe Winkler, Manuel Kattau, Mareen Ostertag und Tom Diers.

Während des Videodrehs: (von links) Uwe Winkler, Manuel Kattau, Mareen Ostertag und Tom Diers.

Verena Sieling

Wildeshausen - Unterricht nur im Sitzen? Für Mareen Ostertag, Manuel Kattau und Tom Diers mittlerweile kaum noch vorstellbar. Wie die Konzentration durch bestimmte Übungen gesteigert werden kann, wissen die Schülerin und die Schüler der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen – und wollen es anderen Schülerinnen und Schülern zeigen. Für „Bewegte Schule“ drehen sie gemeinsam mit Lehrer Uwe Winkler Videos.

200 Schulen erreicht

Winkler ist der Beauftragte des Landes Niedersachsen für das Projekt. Er steht neben der Kamera und gibt die Aufgaben vor: beispielsweise zu bestimmten Zahlen einen bestimmten Finger heben. Die Schüler lassen sich dabei filmen. Ein Video dauert gut vier Minuten, 50 bis 60 kleine Filme sollen gedreht werden – im Klassenraum, ohne Sportkleidung. Schließlich sollen die Übungen sich leicht in den Unterricht integrieren lassen. Die Videos stellt Winkler in Hannover vor. Dann wird entschieden, ob sie online abrufbar sein und Bildungseinrichtungen bei Interesse zugeschickt werden – das sei effektiver, als Lehrern Infoblätter in die Hand zu drücken, vermutet Winkler.

An Aktionstagen besucht er die Schulen – „insgesamt haben wir bisher 200 erreicht“, schätzt Winkler –, um das Projekt, dessen Partner unter anderem das Kultusministerium ist, vorzustellen. „Bewegte Schule“ setzt auf drei Handlungsfelder, die wie Zahnräder ineinander greifen. Eines ist die Unterrichtsqualität: „Immer nur sitzen ist nicht förderlich“, betont Winkler. Was es braucht, sei ein Bewegungsimpuls. „20 bis 30 Prozent der Energie braucht das Gehirn“, erklärt der Lehrer die Bedeutung. Deshalb seien kognitiv-koordinative Übungen das Richtige – wie eben das Beispiel mit den Fingern. 60 Minuten in der Woche würden reichen.

Gut bei Homeschooling

Die Bewegungsimpulse in den Unterricht einzubauen, funktioniere nicht immer, sagt Mareen Ostertag. Die Schüler würden jedoch gern pro Unterricht eine Übung einschieben. „Der Vorteil ist: Man fängt an zu lachen“, ergänzt Manuel Kattau – und auch das sei förderlich, weiß Uwe Winkler. Die Bewegungsimpulse hätten auch während des coronabedingten Homeschoolings gut getan, findet Ostertag. Und auch Winkler merke, dass die Schüler im Unterricht wacher und konzentrierter seien.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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