BECKELN - Der Schützenverein Beckeln ist dem geplanten Umbau der Schießhalle zum Dorfgemeinschaftshaus einen weiteren Schritt näher gekommen: Der Rat der Gemeinde Beckeln genehmigte am Donnerstag in „Asendorf’s Bauerndiele“ bei einer Enthaltung einen Gemeindezuschuss von maximal 25 000 Euro fürs Umbauvorhaben. Vorausgegangen freilich war eine Debatte um die Gleichbehandlung örtlicher Vereine bei der Zuschussvergabe.
Schützenvereinsvorsitzender Manfred Kück und Planer Erich Huntemann hatten zuvor die Umbaupläne vorgestellt. Vorgesehen ist, die jetzige Halle zu ergänzen, die Raumaufteilung zu ändern, den Sanitärbereich neu zu gestalten, den Eingang in Richtung Freifläche zu verlegen und mit Windfang zu versehen sowie das Dach mit Pfannen zu decken. Gedacht ist auch an Trennwände. Kosten laut Kück: 125 000 Euro.
Dass an der Schießhalle gehandelt werden muss, beton-te der Planer: „Eine Sanierung muss auf jeden Fall erfolgen.“ Das Dach zeige Leckagen, Fliesen seien kaputt. Der Verein hatte sich gegen Renovierung und für den Umbau zum Dorfgemeinschaftshaus ausgesprochen, zu realisieren im Rahmen der Dorferneuerung. Dies sei wohl „die letzte Chance“ auf öffentliche Gelder zurückzugreifen, um Gebäude so instand zu setzen, „dass sie zukunftsfähig sind“, so Kück. Um das Vorhaben zu schultern, setzt der Verein auf insgesamt 70 000 Euro an öffentlichen Geldern aus Dorferneuerung, Samtgemeinde- (10 000 Euro) und Gemeindesäckel, zudem Spenden, Bausteinverkauf und Umlage.
Ratsherr Edelhard Deepe unterstützte den beantragten 25000-Euro-Zuschuss mit Hinweis auf gewährte Mittel auch für Bauten bei Feuerwehr und Schützenverein Köhren. „Wir ermöglichen damit die Gegenfinanzierung“, verwies Günter Wöbse auf Bedingungen für eine maximale Förderung. Aufgrund der Zuschussbedingungen signalisierte auch Franz Zawodny sein Okay, wenngleich der SV Köhren aufgrund doppelter Bausumme bei gleichem Zuschuss „schlecht wegkommt“. Zawodny – selbst in Köhren aktiv – stellte so einen nochmaligen Zuschussantrag für Köhren in Aussicht. Dietmar Klinke plädierte dafür, Gleichbehandlung dadurch zu erreichen, dass nach Endsumme prozentual gewährt werde. Er enthielt sich der Stimme.
Mehr Eigenleistung wäre für Gerda Lüllmann wünschenswert gewesen: „Dorfgemeinschaft entsteht auch dadurch, dass alle zusammen anpacken.“ Planer Huntemann verwies hier indes auf mögliche Gewährleistungs- und Haftungsprobleme.
