Beckstedt - Unter dem Motto „Happy Ackern“ auf dem Gemüsefeld haben sich jetzt Mitglieder des Vereins Solidarische Landwirtschaft „Wildes Gemüse Beckstedt“ zum Ernten und Aufräumen getroffen. Rot-weiße Fähnchen markierten, wo das letzte Gemüse geerntet und die Pflanzenreste aus der Erde gezogen werden konnten. Eifrig wurden grüne Muskatkürbisse, Butternut und Patisson unter den Blättern gesucht sowie Bohnen und Snackgurken geerntet. Kleine und angefressene Maiskolben wurden im Anschluss an die Hühner verfüttert, die sich über eine Sonderration freuten. Da viele Hände mithalfen, ging die Arbeit gut voran und auch Gespräche ließen die Zeit schnell vergehen.
Interessenten, die die SoLaWi „Wildes Gemüse Beckstedt“ kennenlernen möchten, können sich auf der Homepage unter www.solawi-wildes-gemuese.de oder per Mail an wildes.gemuese@posteo.de informieren. Vormerken kann man sich auch Samstag, 20. November. Dann wird eine Anmeldung für das kommende Erntejahr, das von April 2022 bis März 2023 dauert, möglich sein.
Das gemeinsame Arbeiten sei jedoch etwas ganz anderes, als wenn man alleine in seinem Garten in der Erde wühle, so Vereinsmitglied Irmtraud Keppler. Man lerne immer wieder Neues – wer hätte vorher schon gewusst, dass man mit den Wurzeln des Ampfers Stoffe gelb färben könne. Man helfe sich gegenseitig, wenn das Beikraut zu widerspenstig sei und nicht aus der Erde wolle. Ein großer Wurzelstecher sei hilfreich, aber nicht in jedem Haushalt zu finden, so Keppler. Außerdem tausche man Kochrezepte und Erfahrungen aus. Und: „Jeder tut so viel wie er oder sie kann und mag“, sagte sie.
Einer der Höhepunkte: Einige Familien trieben zusammen mit ihren Kindern die Gänse des Biohofes Dolling auf eine neue Weidefläche – eine besondere Erfahrung, die neue Talente zeigte. Nur durch geschicktes Treiben mithilfe langer Äste konnten die Tiere in die richtige Richtung dirigiert werden. Am Ende wartete auf die Gänse eine Kleewiese.
Nach getaner Arbeit wurde direkt neben Gemüsefeld und Hühnerauslauf die Kaffeetafel mit Kuchen, Quiche und Brot mit Zwiebelaufstrich gedeckt. Ein Landwirt ließ die Kinder auf dem Trecker mitfahren.
