Die Freunde kannten kein Erbarmen mit Andreas Schnisa: Fast eine Stunde lang musste das Geburtstagskind am Montagabend den Rathaus-Vorplatz in Ganderkesee fegen – so fordert es der Brauch von jungen Männern, die 30 Jahre alt werden und noch unverheiratet sind. Der gebürtige Bookholzberger, der heute in Bremen wohnt, wo er im Airbus-Werk arbeitet, ertrug sein Schicksal aber mit heiterer Gelassenheit. Selbst das Stillschweigen seiner Kumpel vom „Club Broié“ und von der Rockband „Invisible Fire“, die ihm partout nicht verraten wollten, wohin sie ihn hinterher zum Feiern schleppen würden, schreckte den Hobby-Musiker, der auch beim Fasching in der GGV-Big-Band als Gitarrist mitmischt, nicht.
Genau die Richtige war Christel Zießler am Sonntag, um beim 27. Volkswandertag des Clubs „Edelweiß“ im Gymnasium die Pokale zu überreichen. Die stellvertretende Bürgermeisterin erwarb sich sogleich den Respekt des Publikums mit dem Hinweis, dass sie jeden Morgen mit ihren Hunden durch den Hasbruch laufe. Wandern sei gesund, ergänzte sie, ebenso wie Essen mit Bedacht und der Verzicht auf Alkohol – letzteres, so Zießler, falle allerdings schwer. Nicht nur ihr: Fast alle Wanderer im Saal genossen nach dem Marsch durch Wald und Flur ein frisch gezapftes Bier.
Zwei prominente Bewohner weniger hat Ganderkesee seit wenigen Wochen: Fußball-Profi Pekka Lagerblom und seine Frau Anna-Maria, Schwester von Pop-Sängerin Sarah Connor, sind mit Sohn Montry (3) nach Bremen umgezogen. Erst im Vorjahr hatte sich das Paar in einem Haus in der Weißbuchenstraße eingemietet, wo der finnische Nationalspieler auf Anhieb von Autogrammjägern umlagert war. Seit er bei Werder Bremen nur noch in der 2. Mannschaft oder auf der Bank zu finden ist, war der Andrang zurückgegangen – damit hatte der Umzug aber wohl nichts zu tun.
