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Landwirtschaft Zwei Höfe aus Hatten und Benthullen unter den besten Milcherzeugern

Benthullen/Tweelbäke - Es war ein besonderer Tag für die Milchwirtschaft im Kreis Oldenburg: Auf dem Hof von Karin und Dirk Lüschen-Strudthoff sowie ihren Kindern Annika (20), Finn (18), Madita (16) und Insa (12) wurde am Donnerstag ein repräsentatives Hofschild übergeben. Es ist die sichtbare Auszeichnung für den Milchbetrieb in Tweelbäke, Grenzweg 63, dass er es nach 2019 auch 2020 erneut unter die zehn besten der rund 8000 Milcherzeuger in Niedersachsen geschafft hat.

Preis der Nachhaltigkeit

Wie Herbert Heyen, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen, betont, handelt es sich um einen „Preis der Nachhaltigkeit“. In die ganzheitliche Wertung gingen neben der Milchleistung u. a. das Tierwohl, die Naturnähe des Betriebes und auch die sozialen Qualitäten ein.

„Bei uns in der Familie packt ein jeder mit an“, sagt Dirk Lüschen-Strudthoff. Das Leben auf dem Hof und mit den Tieren hat bei der nächsten Generation Eindruck hinterlassen. Die älteste Tochter Annika (20) studiert in Göttingen Agrarwissenschaft, der älteste Sohn Finn (18), befindet sich zurzeit im zweiten Ausbildungsjahr zum Landwirt.

Zu den Gründen, warum sich der Tweelbäker Milchvieh-Betrieb der Mühe unterzieht, nicht nur Fragebögen auszufüllen, sondern auch auf dem Betrieb im Laufe des Bewertungsverfahrens zwei Prüfer zu empfangen, zählt der damit verbundene Blick von außen auf den Hof. „Das bringt uns selbst immer ein Stück weiter“, ist Karin Lüschen-Strudthoff überzeugt. Gemeinsam mit ihrer Familie dreht sie Videofilme für den Kanal „My Kuh Tube“, in denen Verbraucher kurz und prägnant einen unmittelbaren Einblick in den Alltag der Milcherzeugung erhalten.

Freude in Benthullen

Familie Lüschen-Strudthoff ist nicht die einzige aus dem Landkreis Oldenburg, die bei dem Milchlandpreis erfolgreich war. Auch die Familie Hasselhorn aus Benthullen hatte im November die Information bekommen, dass sie unter die zehn besten Milchviehhalter in Niedersachsen gekommen war. „Wir haben zum ersten Mal mitgemacht und sind wirklich froh über das Ergebnis“, berichtet Anke Hasselhorn im Nachhinein. Aufgrund der Corona-Maßgaben sei die Verleihung über digitalem Wege abgelaufen.

Nun kam das Hofschild an. „Mitgemacht gaben wir, um für uns selbst eine Überprüfung zu bekommen, ob wir auf dem richtigen Weg unterwegs sind“, so Anke Hasselhorn weiter. Sie habe den Eindruck, dass die Landwirtschaft häufig schlecht geredet werde. „Dabei sind uns die Tiere und die Natur extrem wichtig. Und deshalb ist es schön zu erfahren, dass wir nicht schlecht wirtschaften und das auch von außen so wahrgenommen wird.“ Übrigens sind Anke und Dieter sowie auch Sohn Renke Hasselhorn gern bereit, den Betrieb, die Melkroboter und die Tiere der Öffentlichkeit zu zeigen und aufzuklären – jedenfalls dann, wenn die Corona-Regeln es zulassen.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten
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