Bergedorf - Einmal hat Corona den Start des Freilufttheater-Projekts in Bergedorf schon verhindert – jetzt geben die Verantwortlichen abermals eine Verschiebung der Inszenierung des Stücks „Brudermord“ bekannt. „Einen Probenstart (...) im April bzw. im Mai 2021 halten wir unter Corona nicht für möglich. Zudem gibt es keine Planungssicherheit für den Sommer“, teilt Regisseur Markus Weise im Namen des Vereins zur Förderung der Dorf- und Kulturgemeinschaft Bergedorf mit.
Nach ersten Planungen wäre eine Premiere Anfang Juli 2022 denkbar, so Weise weiter. Die Proben würden dann im April kommenden Jahres beginnen.
Zur erneuten Verschiebung bewogen haben die Initiatoren des Projekts auch wirtschaftliche Gründe. „Laut Stufenplan ist Freilichttheater bei einem Inzidenzwert von 10 bis 25 mit maximal 250 Zuschauern möglich“, so Weise. In diesem Fall gelte aber Maskenpflicht bis zum Sitzplatz und es sei ein Hygienekonzept erforderlich. Bei einer Inzidenz von zwischen 25 und 50 dürften sogar maximal 100 Zuschauer eingelassen werden. Auf der Tribüne mit 350 Plätzen könnten vielleicht 120 belegt werden. „Das ist aus ökonomischer Sicht nicht machbar“, erklärt Weise.
Auch für den Mittelaltermarkt, der als Rahmenprogramm dienen soll, würde es unter Pandemiebedingungen drastische Einschränkungen geben: So müssten alle FFP2-Masken tragen und der Verzehr von Speisen würde vermutlich nicht gestattet, sagt Weise. „Es würde kein schönes Theatererlebnis werden.“
