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Berufsbörse am Gymnasium Ganderkesee 240 Gymnasiasten lernen Berufe kennen

Gibt Einblicke in die Theaterwelt: Sarah Weinberg (Sängerin und Regieassistentin am Theater Bremen, links) bei einem Workshop mit Siebtklässlern.

Gibt Einblicke in die Theaterwelt: Sarah Weinberg (Sängerin und Regieassistentin am Theater Bremen, links) bei einem Workshop mit Siebtklässlern.

Christin Hufer

Ganderkesee - Wie geht es nach dem Abitur weiter? Diese Frage stellten sich 240 Schülerinnen und Schüler am Dienstag am Gymnasium Ganderkesee. Um Licht ins Dunkel zu bringen und einen Überblick über die Berufswelt zu geben, haben 40 Referentinnen und Referenten den elften und zwölften Klassen auf einer Berufsbörse von ihren Erfahrungen berichtet.

Bereites Spektrum

Nachdem die Jobbörse in den vergangenen zwei Jahren coronabedingt ausfallen musste, war Schulleiterin Dr. Renate Richter erleichtert, dass Referentinnen und Referenten nun zum siebten Mal von ihren Berufen berichten konnten. „Für die Schülerinnen und Schüler ist das ganz wichtig“, sagt sie. Denn vielen sei nicht bewusst, was im Berufsleben auf sie zukommt. Deshalb war es ihr besonders wichtig, Referenten aus möglichst unterschiedlichen Bereichen einzuladen. Darunter waren Ingenieure ebenso wie ein Chemiker, ein Fachanwalt, ein Informatiker und ein Journalist. Auch Einblicke in die Berufsfeuerwehr und in die Theaterwelt gab es auf der Berufsbörse. Damit die Elft- und Zwölftklässler zudem einen praxisnahen Eindruck bekommen, sei darauf geachtet worden, dass die Referentinnen und Referenten allesamt aktiv in ihren Berufen arbeiten. „Näher können die Schülerinnen und Schüler gar nicht an den Beruf kommen“, sagt sie.

Theater-Workshop

Auch wenn die Jobbörse unter normalen Umständen fest zum Angebot der Schule gehört, gab es Neuerungen. „Dieses Jahr haben wir mehr Berufe in den Medien“, sagt Dr. Renate Richter. Darüber hinaus war auch erstmals das Theater Bremen durch Sängerin und Regieassistentin Sarah Weinberg vertreten. Neben einem Workshop mit den Oberstuflern hat sie zusätzlich einen für Siebtklässler angeboten. „Wenn wir die Chance haben, in diesem Bereich etwas anbieten zu können, müssen wir das ausnutzen“, sagt die Schulleiterin.

Wenig Erfahrung

Dass die Berufsbörse für die Schülerinnen und Schüler besonders wichtig ist, findet auch Bauzeichner Niklas Schleiken. Im Vortrag über seinen Beruf sei ihm eine Sache besonders aufgefallen, erklärt er: „Die Schüler haben wenig Ahnung vom Berufsleben.“ Vor diesem Hintergrund habe er mit ihnen grundsätzliche Fragen – wie die Arbeit im Büro überhaupt funktioniert oder wie es sich anfühlt, im Team zu arbeiten – geklärt.

Auch Dr. Renate Richter war im Vorfeld klar, dass bei den Gymnasiasten allgemeine Fragen zur Berufswelt aufkommen werden. Deshalb habe sie darauf geachtet, dass sowohl junge Referenten wie Studentin Freya Heinen als auch erfahrene wie Fachanwalt Michael von Rothkirch Einblick gewähren. Heinen: „Ich weiß, wie das Uni-Leben vor und mit Corona war. Da kann ich einiges erzählen“, sagt die Studentin. Das sei wichtig, denn oftmals führt der Weg nach dem Abi direkt an die Universität.

Für von Rothkirch, der seit Anfang an bei der Berufsbörse mit dabei ist, ist sein Vortrag auch immer ein Wiedersehen: „Ich werde hier ganz nostalgisch, weil ich 1988 selbst mein Abitur am Gymnasium Ganderkesee gemacht habe“, sagt er. Dass er den Schülerinnen und Schülern erklären könne, wie es vom Jura-Studium bis in die eigene Kanzlei geht, liege ihm sehr am Herzen.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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