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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Bessere Zeiten für den Steinkauz

21.11.2013

Großenkneten 77 Steinkauzbrutpaare gibt es in diesem Jahr im Landkreis Oldenburg. Wie Max Hunger, Kreisnaturschutzbeauftragter des Landkreises Oldenburg und Vorsitzender des Hegerings Großenkneten, mitteilt, kann der Bestand der Tiere, die auch in der Gemeinde Großenkneten heimisch sind, damit derzeit als relativ stabil bezeichnet werden.

1998 sah die Lage noch komplett anders aus. Von gerade mal zwei Brutpaaren im Landkreis berichtete seinerzeit der Ahlhorner Walter Kinzel. Als Imker viel in der Natur unterwegs, kam er 2004 auf die Idee, mehr für die Ansiedlung von Steinkäuzen zu tun. Deshalb stattete er besonders im Bereich, den die Hespenbuscher Jäger betreuen, zahlreiche Standorte mit Nistmöglichkeiten für den Steinkauz aus und wurde dafür 2007 – als Nichtjäger – mit dem „Goldenen Rebhuhn“ des Hegerings geehrt.

Viele Vogelfreunde

Doch Kinzel war in seinem Kampf für den Steinkauz nicht allein. Weitere Vogelfreunde, allen voran der unermüdliche Biologe Dr. Klaus Taux, hängten eine Vielzahl von selbst gebauten Niströhren auf und kontrollierten diese in der Folgezeit regelmäßig. Finanziell unterstützt wurden die engagierten Vogelfreunde von der Naturschutzstiftung Landkreis Oldenburg.

Der Steinkauz (lateinisch: Athene noctua) ist ein Vogel, der mit nur 20 Zentimetern Länge zu den kleinsten einheimischen Eulenarten zählt. Da er auch am Tage unterwegs ist, sieht man ihn gelegentlich auf Zaunpfählen an Viehweiden. Dabei lässt sich auch das typische Knicksen beobachten. Seinen Kopf kann der Kauz um 180° drehen, was ihm das Ausspähen seiner potenziellen Beute (Insekten, Mäuse) erleichtert. Er bevorzugt Kulturland mit alten Obstbaumgärten und offenes Gelände mit Pferde-, Rinder- und Schafweiden als Revier.

Schwierig gestaltet sich – wie gesagt – die Nistplatzsuche. Als Höhlenbrüter ist „die kleine Eule in der Bauernlandschaft“ auf große Löcher in alten Bäumen, Mauerritzen oder Spalten in alten Weideschuppen angewiesen, die es nur noch vereinzelt gibt. Für Abhilfe sorgen deshalb die Röhren, die mit der Öffnung in südöstlicher Richtung auf geraden Ästen in allein stehenden Bäumen angebracht werden, damit der Vogel schon morgens ein „Sonnenbad“ nehmen kann. Die zweite Röhre, die in unmittelbarer Nähe befestigt wird, dient in der Brutzeit als Vorratslager für die Beute und hin und wieder als Unterschlupf für das Männchen, wenn das Wetter umschlägt.

Das Weibchen legt Ende April/Anfang Mai vier bis fünf schneeweiße Eier, die es dann 28 bis 29 Tage bebrütet. Das Männchen darf in dieser Zeit das Futter heranschaffen. Fünf Wochen nach dem Schlupf ist der Nachwuchs flugfähig.

Viele Feinde

Die ärgsten Feinde des Steinkauzes sind Waldkauz, Waldohreule, Habicht und Steinmarder, wobei der Marder auch in die Brutröhre eindringen kann, um das Gelege bzw. die Jungvögel oder das in der Brutröhre sitzende Weibchen zu erbeuten. Zudem verunglücken Steinkäuze nicht selten in Viehtränken, Wassertonnen, im Güllefass, Schornstein und im Straßenverkehr. Circa 75 Prozent der geschlüpften Jungvögel werden nicht älter als ein Jahr.

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