Großenkneten - Bei allen Beisetzungen, bei denen eine Einäscherung gewünscht wird, stehen die Urne und die Aschekapsel besonders im Vordergrund. Als Karsten Frenzel aus Großenkneten vor etwa 17 Jahren die Idee hatte, eine Urne zu produzieren, die aus 100 Prozent biologisch abbaubaren Naturfasern besteht, konnte er vermutlich nicht vorausahnen, wie sehr seine „Öko-Urne“ im Trend liegen würde.

Für die Urnen werden Materialien aus der heimischen Landwirtschaft verwendet: Als Grundstoffe dienen dabei Flachs, Hanf, Jute oder Holzfasern, und als Bindemittel Maisstärke. Das Ergebnis: Eine stabile leichte Aschekapsel und Urne, die sich äußerlich von der üblichen aus Stahlblech gefertigten nicht unterscheidet. In seiner Produktionsstätte auf dem Hellbusch bemalen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Anleitung des Art-Direktors der Firma, Viktor Schrul, die Urnen nach verschiedenen Motiven kunstvoll. Die kolorierten Motive zeigen dabei Landschaften vom Meer und von Bergen, von Blumenwiesen, Fantasiebilder, bis zu Abbildungen von Hobbys der Verstorbenen.

In den kommenden Wochen wird die Firma Frenzel Nord in ein neues Gebäude im Gewerbegebiet „Am Anger“ umziehen, in der die Produktionsdurchläufe genauestens zugeschnitten sind. Frenzel: „Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Mitarbeiter sich wohlfühlen und in Ruhe arbeiten können. Daher wurde kein großer hallenartiger Raum für die Bemalung der Urnen gewählt.“

Einige der Malplätze sind noch zu besetzen. Wer dabei als Hobbymaler oder -malerin tätig werden will, meldet sich per E-Mail an Info@frenzel-nord.de oder telefonisch unter 04435/9160843.