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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Ökologie: Wasserqualität der Lethe soll gut werden

01.06.2018

Beverbruch /Ahlhorn /Wardenburg Der ökologische Zustand der Lethe ist verbesserungsbedürftig. „Unser Ziel ist eine gute Wasserqualität“, sagte Hunte-Wasseracht-Geschäftsführer Hans-Dieter Buschan am Dienstagabend im Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss des Landkreises Oldenburg, der im Waldpädagogikzentrum des Forstamtes Ahlhorn tagte.

Deshalb hatte die Hunte-Wasseracht einen Gewässerentwicklungsplan in Auftrag gegeben, der im Ausschuss vorgestellt wurde. „Mit einem Gewässerentwicklungsplan ist es leichter, an EU-Fördermittel zu kommen“, so Bu-schan. Die Lethe ist als Durchgangsgewässer ins Natura- 2000-Netz eingebunden. Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. „Der Rechtsrahmen ist groß“, sagte Buschan und sprach nicht nur von Tier- und Pflanzenschutz, sondern auch von Gewässerentwicklung, Hochwasserschutz und Bodenschutz.

25 Kilometer untersucht

Das Sandkruger Ingenieurbüro AG Tewes hat die 25 Kilometer Lethe zwischen den Ahlhorner Fischteichen und Wardenburg, wo der Bach in den Osternburger Kanal mündet, unter die Lupe genommen. „Wir haben einen Aktionsplan mit verschiedenen Bausteinen erarbeitet“, erklärte Ewald Tewes vom Ingenieurbüro. Die Lethe verläuft in Teilen auf der Grenze zwischen den Landkreisen Cloppenburg und Oldenburg. Berücksichtigt wurden auch das Sager Meer, der Sager Meerkanal und die Korrbäke.

Was davon umgesetzt wird, ist fraglich. Alle Projekte zusammen kosten Millionen. Deshalb setzen die Hunte-Wasseracht und der Landkreis Oldenburg bei der Umsetzung auf Fördermittel.

Nach Darstellung von Bu-schan soll die ökologische Durchlässigkeit der Lethe weiter verbessert werden, ebenso die Struktur für Flora und Fauna. Ferner werde angestrebt, den Stoffeintrag in die Lethe zu reduzieren. „Deshalb wollen wir alle lokalen Akteure aus Landwirtschaft, Naturschutz und Gewerbe einbinden“, so Buschan.

Unter anderem geht es darum, die Fließgeschwindigkeit der Lethe an der ein oder anderen Stelle zu erhöhen, um die Sedimente weiter in die Hunte zu transportieren. Die Verschlammung bereitet nämlich einigen Lebewesen Probleme, meinte der Hunte-Wasseracht-Geschäftsführer.

Mehr Gehölz am Ufer

Ökologisch aufgewertet werden könne die Lethe auch durch die ein oder andere zusätzliche Schleife. Das ist laut Buschan aber aktuell nicht geplant. Positiv auswirken würden sich zudem weitere Gehölze am Ufer. Einige Uferflächen gehören der Hunte-Wasseracht, andere diversen Landwirten.

Große Probleme bereitet nach Aussagen von  Gunda Franz (Ingenieurbüro AG Tewes) die Verockerung der Lethe. Dadurch trübt sich der Bach ockerfarben ein. Als ein Grund nannte sie den Stickstoffeintrag aus der Landwirtschaft. Die eisen- und manganhaltigen Stoffe könnten aber auch aus dem Untergrund hochgedrückt werden. Durch die Verockerung verschlechterten sich Lebensbedingungen für Gewässerorganismen.

Viele Probleme

Eigentlich ist auch ein Gewässerentwicklungsplan für den zwölf Kilometer langen Oberlauf der Lethe südlich der Ahlhorner Fischteiche vorgesehen. Der Abschnitt liegt auf dem Gebiet des Landkreises Cloppenburg und des Landkreises Oldenburg. Hier sieht die Umweltdezernentin des Landkreises Oldenburg, Eva-Maria Langfermann, viele Probleme. Auf der einen Seite stehe der Anspruch von Gewerbetreibenden an die Flächen nahe der Lethe, auf der anderen Seite der Schutz der Umwelt durch Naturschutzmaßnahmen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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