Wüsting - Sondersitzungen sind für besondere Entscheidungen da: Seit der Sitzung des Huder Schulausschusses gemeinsam mit dem Finanzausschuss am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses steht fest, dass in Wüsting der Schulneubau nach der Variante 1 weiter verfolgt wird, das wurde mit deutlicher Mehrheit verabschiedet. Nun gilt es, in die Feinplanung zu gehen und die Anregungen aus dem Ausschuss sowie die von Seiten der Schule einzuarbeiten.
10 Millionen Euro
Insgesamt gab es zuvor drei bauliche Ideenskizzen von den Planern des Büros MRO, bei der Sitzung zuvor hatte man die Entscheidung aber vertagt, weil die Fraktionen weiter beraten wollten. Dass neu gebaut werden soll, statt zu sanieren, steht seit 2020 fest. Es steht ein Grundstück in unmittelbarer Nähe bereit. Problematisch ist in diesen Zeiten aber natürlich das Thema Finanzen, das kam auch in der Sitzung erneut auf den Tisch: Die Schätzungen der Planer liegen für die nun favorisierte Variante bei rund zehn Millionen Euro für den reinen Schulbau, ohne Außenanlagen, Spielplatz und Parkfläche – ohne Turnhalle. Und ohne Kalkulation der rasant steigenden Baukosten, wie Bürgermeister Jörg Skatulla im Nachgang der Sitzung auf Nachfrage betonte.
Aber konkretere Aussagen könnten erst getroffen werden, wenn das Planungsbüro die Variante 1 weiterverfolgt habe. Es war eine intensive Diskussion: Den Neubau komprimieren? Dann ist die von der Schule gewünschte Cluster-Lösung dahin. Räume einsparen? Dann entspricht die Schule nicht mehr der Idee, zukunftsweisend und inklusiv zu sein. Sporthalle direkt ansetzen? Dann wäre das Gebäude nicht mehr für die Dreizügigkeit erweiterbar. Es gilt, viel abzuwägen.
Attraktive Variante
„Was an der Variante 1 besonders attraktiv erscheint“, so Skatulla, „ist die Option auf eine Art Forum.“ Angelehnt an das der Peter-Ustinov-Schule in Hude könne in Wüsting womöglich auch eine Nutzung geschaffen werden, die über die Schul-Anforderungen hinausgehe: Für Vereine, Kulturschaffende oder Ähnliches. „Das sehe ich als Bereicherung für den Ort“, so der Bürgermeister. Denn mit eingeplant sind auch eine große Aula sowie eine Mensa.
Turnhalle folgt?
Zweigeschossig und eingeschossig gemischt, das beinhaltet die Variante und das war auch der Wunsch der Rektorin Sabine Tretner. Begründung: Kinder sollten Zugang zu möglichst vielen Flächen haben, mit möglichst kurzen Wegen.
Die Verwaltung zieht ins Obergeschoss, die Schulräumlichkeiten als solches befinden sich dann alle ebenerdig. Wichtig sei auch, dass es eine Turnhalle gebe. „Dieses Thema denke ich aus meiner Vorgeschichte natürlich automatisch mit“, beruhigte Jörg Skatulla, der viele Jahre lang Vorsitzender des Kreissportbundes war.
Doch zuerst müsse man der Anforderung nachkommen, eine neue Schule zu bauen, die Turnhalle könne später folgen.
