Wildeshausen - Der Abschlussjahrgang 2021 wird sicherlich als ein besonderer in Erinnerung bleiben. Denn für viele Schülerinnen und Schüler stehen im Frühjahr die Abschlussprüfungen an – mitten in einer Pandemie. Doch bis es soweit ist, ist es noch ein langer Weg. Die Wildeshauser Schulen fühlen sich jedenfalls gerüstet.
Gymnasium
Am Gymnasium Wildeshausen ist nur der Jahrgang zum Präsenzunterricht anwesend. Alle anderen Schüler/innen befinden sich seit Montag im Distanzunterricht. „Ich bin zufrieden, wie der Unterricht nach den Ferien gestartet ist. Bis auf eine kleine Server-Auslastung heute Morgen funktionierte alles gut. Die Kollegen haben alles sehr gut vorbereitet“, sagt Andreas Langen, Schulleiter des Wildeshauser Gymnasiums.
Der 13. Jahrgang wurde aufgeteilt in Gruppe A und B, damit die maximale Kursgröße von 16 Personen eingehalten werde, erklärt der Schulleiter. Und wie kommt man mit dem Lernstoff voran? „Wir waren bis Weihnachten noch in Szenario A. Deshalb sind wir gut vorbereitet auf diese Situation“, teilt Langen mit. Welche Auswirkungen die Pandemie auf die im April angesetzten Abschlussprüfungen hat, ist noch offen. Derzeit warte man das Infektionsgeschehen ab, so der Schulleiter.
Realschule
Ebenfalls anwesend müssen die Jugendlichen der Abschlussklassen an der Realschule Wildeshausen sein. „Bis auf die fünf Abschlussklassen sind alle Schüler im Distanzunterricht“, sagt Rektor Jan Pössel. Die Abschlussklassen sind jeweils aufgeteilt in Gruppe A und B. Die Klassen haben eine Größe von 13, maximal 14 Schülern.
Im Gegensatz zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 gibt es jedoch eine Veränderung: „Wir können jetzt auch mit dem eingeplanten Unterrichtsstoff weitermachen. Im Frühjahr 2020 durften wir nur den vorherigen Unterrichtsstoff wiederholen bis zum Sommer“, so der Schulleiter.
Und welche Auswirkungen hat das Distanzlernen auf die Schülerinnen und Schüler? „Beim zehnten Jahrgang haben wir im Moment den Eindruck, dass es keine Schwierigkeiten geben wird. Das Arbeiten in kleineren Gruppen ist meistens auch etwas effektiver und zügiger“, meint Pössel.
Hauptschule
Ähnlich sieht es an der Hauptschule aus. „Wir bieten Präsenzunterricht für die Abschlussklassen im zehnten Jahrgang an“, sagt Schulleiterin Dorit Hielscher. Wechselunterricht gibt es im neunten Jahrgang. Alle anderen Schüler sind derzeit im Home-Schooling. Allerdings sei dies in manchen Fällen schwierig, da nicht jeder Schüler mit optimalen Geräten ausgestattet sei. „Im Notfall versorgen wir die Schüler direkt mit Arbeitsblättern“, sagt Hielscher.
BBS
An den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen ist derzeit nur der 13. Jahrgang des Beruflichen Gymnasium im Präsenzunterricht, alle anderen Schülerinnen und Schüler sind im Distanzunterricht. Ob dies jedoch für den gesamten Lockdown gilt, ist noch unklar. „Wir haben bei uns viele Abschlussklassen. Ob wir sie wieder in die Schule holen, entscheiden wir am Donnerstag. Dann sind die Corona-Infektionszahlen voraussichtlich etwas genauer. Im Moment sind die Zahlen immer noch sehr hoch“, sagt Schulleiter Jens Haar.
Fest steht jedoch: „Distanzunterricht ersetzt keinen Präsenzunterricht“, so der Schulleiter. An den BBS sind circa 1900 Schüler gemeldet.
