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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Gesamtschule: „1+1“: Grüne machen eine neue Rechnung auf

15.06.2010

HUDE Drohende Schulschließungen sind für Ina Korter, schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen, ein „Schreckensszenario“, das die Gründung neuer Gesamtschulen erschwert. Am Montag zeigte sie im Gespräch mit ihrer Huder Parteifreundin Birte Wachtendorf und den Vertreterinnen der Elterninitiative „Gesamtschule für Hude“, Heike Ritzrau und Regina Kanbach, auf, wie das Huder Schulzentrum trotz einer IGS in Bookholzberg Bestand haben könnte.

Korter verwies darauf, dass auf Landesebene eine neue Verordnung zur Schulentwicklungsplanung in Arbeit sei. Bislang sei das Mindestmaß für die Größe von Haupt- und Realschulen eine 2+1-Zügigkeit gewesen. Das heißt: Der zweizügige Realschulzweig muss durch eine einzügige Hauptschule ergänzt werden oder umgekehrt. Dies solle nun durch eine 1+1-Lösung ersetzt werden, was bedeutet, dass pro Jahrgang jeweils eine Realschul- und Hauptschulklasse ausreichen würden. „Das würde auch für Hude eine ganze Weile den Bestand sichern“, meint Ina Korter. Nächste Woche soll es zu der geplanten Änderung eine Anhörung geben, hat die Abgeordnete vom neuen Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) erfahren.

Hudes Bürgermeister Axel Jahnz hatte sich gegen eine IGS in Bookholzberg ausgesprochen, weil er dadurch in seiner Gemeinde „mittelfristig“ die Peter-Ustinov-Schule als gefährdet ansieht. „Das ist ein Totschlagargument, von dem sich der Gemeindeelternrat verschrecken lassen hat“, kritisiert Heike Ritzrau von der Initiative „Gesamtschule für Hude“. Es sei „nicht fair, nur von den schlechtesten Annahmen auszugehen.“

Ursprünglich hatten sich die Elternräte beider Gemeinden auf den IGS-Standort Bookholzberg verständigt – dieser Kompromiss war jedoch nach der jüngsten Huder Schulausschuss-Sitzung hinfällig. In der Sitzung hatten weder Bookholzberg noch Hude eine Mehrheit gefunden. Nun entscheidet darüber am Donnerstag, 17. Juni, der Huder Gemeinderat.

Heike Ritzrau und Regina Kanbach sehen weiterhin einen „Run“ auf die Schulform IGS und fordern die Huder Ratsfraktionen auf, sich dem Elternwillen zu stellen.

Auch für Grünen-Ratsfrau Birte Wachtendorf sind die Ängste, Hude werde durch eine IGS in Bookholzberg sein Schulzentrum verlieren, „nicht gerechtfertigt“. Sie will in der Ratssitzung für eine IGS in Bookholzberg eintreten. „Mut zum Standort Bookholzberg“ forderte auch Landtagsabgeordnete Ina Korter.

Eine weitere Variante, um das Schulzentrum im Klosterort zu erhalten, wäre ihrer Ansicht nach, Hude als eine Außenstelle der IGS Bookholzberg zu betreiben.

Sollte Ministerpräsident Christian Wulff Bundespräsident werden, erwartet sie von seinem Nachfolger, dass er in der Schulpolitik auf „mehr Konsens“ setzt. Dazu gehöre, die Mindestgröße für die Errichtung von Gesamtschulen von fünf parallelen Klassen pro Jahrgang auf vier zu reduzieren.

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