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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Was bedeutet der Brexit für Europa

20.03.2019

Ahlhorn Auf der digitalen Tafel im Klassenraum läuft ein Bericht der Tagesschau. Thema sind die möglichen Auswirkungen des Brexit für die deutsche Autoindustrie. Nach dem Beitrag fordert Lehrer Niko Goll die Schüler der Klasse 10c auf, sich in Kleingruppen eine Meinung zu bilden. Denn am Freitag, 29. März, könnte es soweit sein: Großbritannien verlässt die Europäische Union.

„Nicht logisch“

Jelle Okhuijzen beschreibt den EU-Austritt der Briten als für beide Seiten „nicht logisch, eigentlich“. Er sei der Meinung, dass die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft nicht gesehen werden, ein Austritt nicht nötig sei und viele Nachteile mit sich bringe. „Auch für uns könnte das ein Nachteil sein, wenn man seine Ausbildung nicht wie bislang in England weiterführen kann, wenn man das denn möchte“, fürchtet Silas Klatte.

Auch was mit dem europaweit anerkannten deutschen Abitur passiere, sei bislang nicht geklärt – ein Job oder ein Studienplatz in Großbritannien könnte nicht mehr so leicht zu bekommen sein wie bislang. Tatsächlich könnte ab 2021 eine Visapflicht für Studenten eingeführt werden, kommt es nicht zu einer anderweitigen Einigung.

Durch die Beschäftigung mit der Thematik im Unterricht haben die Schüler insbesondere einen Eindruck von den möglichen starken, wirtschaftlichen Folgen eines Brexit gewonnen. Ohne einen Deal würde der Warenverkehr durch Zollkontrollen ins Stocken geraten, britische Waren könnten sich in der EU verteuern und EU-Exporte nach Britannien sinken.

Doch auch alltägliche Fragen beschäftigen sie: Was ist mit Online-Bestellungen aus Großbritannien? Erhöhen sich die Preise, ist eine Bestellung ohne weiteres überhaupt noch möglich, fragen sich etwa Lena von Pich-Lipinski, Kaja Wiese, Mailo Kirmes und Janna-Marie Eden.

Im größeren Zusammenhang betrachten Ole Pruschitzki, Paul Kues und Thorge Meichner den Austritt. „Wenn die Briten um einen Aufschub des Ausstiegs bitten würden, sollte dem seitens der EU auf jeden Fall zugestimmt werden“, findet Ole. Allerdings unter einer Bedingung: ein Austritt müsse bis zur anstehenden Europawahl im Mai dieses Jahres erfolgen, um zu verhindern, dass jemand über die europäische Politik bestimme, der nicht mehr Teil von Europa sei.

Pro Europa

Die drei Schüler stehen der „Idee Europa“ grundsätzlich positiv gegenüber und sehen auch Vorteile in einem Austritt. Die EU könne gestärkt aus dem Prozess hervorgehen, wenn die Mitgliedsstaaten wieder zusammenwachsen würden. Auf der anderen Seite sehen sie aber auch die Möglichkeit, dass die EU an dem Brexit zerfallen könnte.

Seit vier Wochen ist der Brexit Thema im Unterricht der zehnten Klasse. Eingebettet ist es in den Unterrichtskomplex „Europa“. „Die Grundidee für den Unterricht war die Frage: Was bietet uns Europa“, erklärt Goll. Außerdem achte das Kollegium stets darauf, die Unterrichtsthemen aktuell zu halten. „Um das Thema Brexit kommt man da in unserem Fach derzeit nicht herum.“

Ein weiteres Thema war die „Premier League“ – die erste englische Fußballliga. „Ich meine, dass dann nur noch drei Ausländer in jeder Mannschaft spielen dürfen, oder so ähnlich“, glaubt Jelle. Tatsächlich würden laut einer Analyse der BBC 332 Profispieler in den ersten beiden englischen sowie der schottischen Liga keine Arbeitserlaubnis haben, da sie nicht die an Ausländer gestellten Auflagen erfüllen. So müssen Nicht-EU-Ausländer derzeit Nationalspieler eines Landes sein, das unter den besten 70 Teams der Fifa-Weltrangliste ist und drei Viertel ihrer Länderspiele innerhalb der vergangenen zwei Jahre absolviert haben.

Daniel Schumann Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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