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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

LEB kommt den Ahlhornern viel näher

05.12.2018

Ahlhorn Bisher ist es in diesen Räumen darum gegangen, Muskeln und Gelenke in Bewegung zu bringen. Die Zeiten der Physiotherapiepraxis sind an der Wildeshauser Straße 33 jedoch vorbei und jetzt geht es um andere Regionen des Körpers: den Kopf, das Gehirn und die Stimmbänder. Die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) in der Gemeinde Großenkneten hat ihr Bildungszentrum (BIZ) Ahlhorn im Gebäude an der Ortsdurchfahrt eröffnet, direkt zwischen Caritas-Beratungsstelle und einer Shisha-Bar. An ihrem zusätzlichen Standort geht es vorrangig um Deutsch- und Integrationskurse, aber auch die klassischen Kurse der LEB können hier künftig laufen.

Die Heimat des Bildungszentrums Ahlhorn der LEB: Sie befindet sich in diesem Gebäude. BILD: Ulrich Suttka

neue Angebote in Ahlhorn: Vorschläge gefragt

Mit dem Bildungszentrum in Ahlhorn möchte die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) künftig mehr Angebote ihres klassischen Programms direkt vor Ort anbieten. Das erläuterte Dagmar Scheuerer. So ist im ersten Halbjahr 2019 bisher an Sprachkurse (Englisch, Spanisch) und Keyboardunterricht gedacht. Damit reagiert die LEB auf den Wunsch aus der Bevölkerung, mehr in Ahlhorn anzubieten. „Das ist mit eigenen Räumen einfacher“, betonte Karin Pieper. Derzeit wird am Programm 2019 gearbeitet. Wer kurzfristig Ideen oder Angebote hat, wird gebeten, sich umgehend bei der LEB zu melden.

Das Regionalbüro der LEB hat wie bisher seinen Sitz an der Sannumer Straße 3 in Huntlosen (Grünes Zentrum). Die Zentrale hat jetzt die Telefonnummer 04487/7507990. In Huntlosen arbeiten Karin Pieper, Veronika Völker, Carsten Wefer, Petra Deeken, Petra Dühnen und Ekaterina Maerten-Anchiforova.

Telefonisch ist das Bildungszentrum Ahlhorn unter 04435/9707700 zu erreichen. An der Wildeshauser Straße 33 haben Dagmar Scheuerer, Yegane Yildirim und Rita Kubutat ihre Büros.

Die Integrationsarbeit hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Gewicht in der Arbeit der LEB gewonnen. Insbesondere in Ahlhorn ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund hoch, der Bedarf folglich groß. Daher war die LEB schon länger auf der Suche nach eigenen Räumen, wie LEB-Bereichsleiterin Karin Pieper berichtete. Zusammen mit der stellvertretenden Regionalleiterin Dagmar Scheuerer (die in Ahlhorn sitzt) und Dozentin Yegane Yildirim stellte sie den zweiten LEB-Standort in der Gemeinde vor.

Bessere Möglichkeiten

Andrea Naber, Leiterin der LEB KAG Oldenburg, und Bürgermeister Thorsten Schmidtke knüpften erfolgreich den Kontakt zum Vermieter, als sie vom Auszug der Physiotherapie hörten. „Wir haben lange, lange gesucht“, zeigte sich Pieper zufrieden, dass es seit dem 15. November endlich das Bildungszentrum gibt.

„Wir haben hier bessere Möglichkeiten“, so Scheuerer. In Ahlhorn ist die LEB jetzt rasch für die potenzielle Kundschaft zu erreichen – anders als bei den Angeboten in Huntlosen. Das gilt sowohl für die Beratung als auch die Teilnahme an den Deutsch-/Integrationskursen. In den frisch gestrichenen Räumen lief am Dienstag schon das erste Angebot an. Ab Januar sind bis in den Nachmittag beide Seminarräume fast schon vollständig besetzt.

Der Integrationskurs mit Yegane Yildirim bleibt weiterhin im Dorfgemeinschaftshaus an der Katharinenstraße. Neben dem Evangelischen Gemeindehaus an der Kirchstraße war das bisher eine der beiden Möglichkeiten, in Ahlhorn vor Ort zu agieren. Sich die Nutzung der Räume mit anderen zu teilen, habe sich aber nicht bewährt, heißt es seitens der LEB.

An der Wildeshauser Straße 33 belegt das Bildungszentrum den ersten Stock. Die diversen Räume sind quasi in einem Rundgang verbunden. Neben zwei Seminarräumen gehören der Empfang, Büros, Küche und Toiletten dazu. Zudem gibt es barrierefrei im Erdgeschoss einen weiteren Raum. Hier soll künftig die Kinderbetreuung für den Nachwuchs der Kursteilnehmer angeboten werden, von Tagespflegepersonen betreut. Ebenfalls im Erdgeschoss ist das behindertengerechte WC. Insgesamt sind es 190 Quadratmeter Fläche, die der LEB zur Verfügung stehen.

Integrationskurse

Finanziert wird das Bildungszentrum, das zunächst auf fünf Jahre angelegt ist, über die Zahlungen/Gebühren für die Kurse. So setzt die LEB viele Angebote im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) um, wie etwa die Alphabetisierungskurse. Teilweise geht es dabei darum, überhaupt eine erste Alphabetisierung zu erreichen, erläuterte Scheuerer. Sie bietet künftig immer mittwochs von 9 bis 11 Uhr eine Beratung für die Deutschkurse an.

Ebenfalls unter der Regie des BAMF laufen die Integrationskurse, teilweise mit Alphabetisierungskursen kombiniert. Die „Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung“ (AEWB) ist ein anderer „Auftraggeber“ für die Sprachkurse.

Mit dem Bildungszentrum in Ahlhorn sieht die LEB auch wachsende Chancen, für die osteuropäischen Arbeiter, zum Beispiel aus Rumänien und Bulgarien, Sprachangebote organisieren zu können. Hier stellt sich aber noch die Frage der Finanzierung.

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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