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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Die eigene Geschichte kennenlernen

30.01.2019

Ahlhorn Freiwillig mit Geschichte beschäftigen? 23 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge sieben bis elf machen das sehr gern. Sie alle arbeiten in der Geschichts-AG des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Ahlhorn (DBG) an verschiedenen Projekten. Anlass für die Arbeitsgemeinschaft war der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, der alle zwei Jahre von der Körber-Stiftung in Hamburg ausgerichtet wird. Dafür arbeiten die Jugendlichen in Kleingruppen oder einzeln an insgesamt zwölf Themen rund um die Geschichte der Region oder ihrer persönlichen Geschichte. Ihre Ergebnisse müssen sie bis zum 28. Februar einreichen.

Katharina Peters, Lehrerin am DGB, leitet die AG. „Viele unserer Schüler interessieren sich für Geschichte.“ Warum also nicht das Interesse fördern und sich gemeinsam auf den Wettbewerb vorbereiten?

In den Projekten beschäftigen sich die Jugendlichen mit den Themen „Krise-Umbruch-Aufbruch“. Sie studieren Quellen, sprechen mit Zeitzeugen und recherchieren. Damit die Ergebnisse richtig präsentiert werden, hat Peters den Jugendlichen die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens gezeigt.

Schulleiter Wolfgang Reich-Kornett unterstützte die Idee und stellte den Kontakt zu Gemeindearchivar Dirk Faß her. „Er hatte schon vor einiger Zeit eine Zusammenarbeit für die Ganztagsschule angeboten“, sagt Reich-Kornett. Im September hatte Faß den Jugendlichen Themen vorgeschlagen. Seitdem stellt er ihnen Quellen zur Verfügung, zum Beispiel Bilder und Dokumente. Das ist für den Schulleiter ein großer Gewinn. „Sonst arbeiten die Schüler nur mit zugeschnittenen Quellen.“ In der AG haben sie Zugang zu Originalquellen. Dadurch lernen die Jugendlichen viel über die Geschichte der Gemeinde – im Geschichtsunterricht eher eine Seltenheit.

Einige der Schülerinnen und Schüler bedienen sich aber auch aus dem Familienarchiv. Der 13-jährige Julius hat die Geschichte seines Urgroßonkels Georg Möhlenhoff aufgegriffen. Dieser wanderte 1952 in die USA aus. Das wusste Julius schon – seine Familie bekommt regelmäßig Besuch von den amerikanischen Verwandten. „Aber warum er ausgewandert ist, das wusste ich nicht.“

Durch den Wettbewerb hat er sich mit seiner Familiengeschichte beschäftigt und dabei herausgefunden, dass Möhlenhoff im Gegensatz zu seinen Brüdern keinen Besitz geerbt hatte. Als Landarbeiter ging er daraufhin in die USA. Eigentlich wollte er nur ein paar Jahre bleiben, doch dann heiratete er, ging zum Militär und wurde Pilot. Die Geschichte verarbeitet der Schüler in einem Bilderbuch mit Texten, welches er beim Wettbewerb einreichen wird.

Gewinnen kann er auf Landesebene einen Preis von bis zu 250 Euro. Die fünf besten aus ganz Deutschland treffen den Bundespräsidenten.


     www.koerber-stiftung.de/geschichtswettbewerb 
Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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