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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Detektivarbeit bringt Hinweise

22.06.2019

Ahlhorn Bei diesem Fall lernten einfach alle dazu. Die „Dorfdetektive“ waren nämlich in dieser Woche an zwei Tagen in Ahlhorn unterwegs und haben ihren Ort gemeinsam neu entdeckt. Ihren Spürsinn stellten die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Ahlhorn jeweils klassenweise unter Beweis. Für ihre Lehrkräfte war auch einiges neu, denn viele wohnen gar nicht in Ahlhorn. Schließlich gab es reichlich neue Hinweise für die Organisatoren von den „Präventionsketten in Niedersachsen“. Dieses Projekt wurde 2017 in Ahlhorn gestartet. Sie wissen jetzt mehr über die Lebenswelt der Kinder und konnten zugleich dem Nachwuchs zeigen, was alles in Ahlhorn möglich ist.

Hinter der Entdeckungstour für die „Detektive“ verbirgt sich ein Konzept zur Kinderbefragung, wie Martina Plagge, Koordinatorin der Gesundheitsregion/Präventionsketten, erläuterte. Ziel sei es, „dass die Kinder gesund und chancengleich aufwachsen können“. Das Konzept zur Befragung ist in der Steuerungsgruppe der Präventionsketten entstanden. Es funktioniert wie folgt: Von der Grundschule aus starteten jeweils zwei Klassen zeitgleich in verschiedene Richtungen. Dabei kamen sie an zehn Stationen vorbei: Zeppelin, Spielplatz Katharinenstraße, Kapitän-Strasser-Straße, Dorfgemeinschaftshaus, Faustballfeld, evangelische Kirche/Jugendfeuerwehr, Jugendzentrum, Tafel/Kleiderkammer/Pötte&Panne, Schwimmhalle und Sporthalle der Grundschule.

Begleitet wurden die Gruppen jeweils von einer Lehrkraft und einer studentischen Hilfskraft. An den Haltepunkte ging es unterschiedlich zu. Mitunter wurde nur abgefragt, ob die Kinder sie nutzen. Woanders warteten Mitglieder der Präventionsketten darauf, spielerisch Infos abzufragen oder zu vermitteln.

Im Treffpunkt Zeppelin hingen beispielsweise an den Wänden DIN-A4-Bilder von Freizeitaktivitäten: von Sport bis Smartphone. Jedes Kind bekam drei Bälle und legte sie im Eimer unter dem Tätigkeitsblatt ab. Ann-Christin Gericks, Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Bezirkssozialarbeiter Jan Sievers und Sarah Liebig (Gesundheitsamt) betreuten diesen Haltepunkt. „Es läuft gut, macht Spaß“, so Sievers, „das wird von den Kindern gut angenommen. Sie sind offen und ehrlich.“

Anderes Beispiel: Streetworker Ralf Book, Martina Plagge und Maria Lemke (Sprachtreff) nahmen die Kinder beim Dorfgemeinschaftshaus in Empfang. Im Freien waren drei Felder mit Smileys im Ampel-Prinzip aufgebaut. Die Kindern stellten sich in jenes Feld, das ihren Gefühlen entsprach, so zur Frage, wie sie sich in der Schule fühlen.

Der Weg durch die Kapitän-Strasser-Straße, von manchen als sozialer Brennpunkt in Ahlhorn empfunden, gehörte auch zur Strecke. Die einen Kindern wohnen da, den anderen werde teilweise untersagt, dort auch nur zu spielen. So fielen die Beobachtungen der Erwachsenen aus. Die Widersprüchlichkeit Ahlhorns kam hier sehr deutlich zum Vorschein.

Jeweils am Tag nach der Rundgang gab es in allen acht Klassen eine Nachbereitung. Die Ergebnisse der beiden Tage werden zusammengestellt und in der Steuerungsgruppe analysiert.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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