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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

SCHULKLEIDUNG: Auch die Schule kann zur Marke werden

14.01.2006

WARDENBURG Mit Marken ist oft auch ein Image verbunden. Die Schule möchte den Zusammenhalt stärken.

Von Werner Fademrecht WARDENBURG - „Ist doch eigentlich ganz egal, ob meine Turnschuhe drei Streifen oder nur zwei haben“, sagt Steffen und hebt seinen Fuß, damit die anderen Schüler einen Blick auf ihn werfen können. So wie er sehen das die meisten Schüler der Klasse 5bH an der Everkampschule. Keiner mag es, wegen seiner Kleidung geärgert zu werden. „So was zieht sonst meine Oma an“, ist so ein Spruch. „Das bekommt man schon mal zu hören, wenn einer einen ärgern will“, erzählt Anina.

Der Druck, Markenklamotten tragen zu müssen, lässt sich an der Wardenburger Schule nicht völlig ausblenden. „Viele Heranwachsende definieren ihre Zugehörigkeit zu einer Gruppe über Marken“, sagt Schulrektor Helmut Krasemann. Das wissen natürlich auch die Hersteller. Selbst Billiganbieter der Textilbranche versuchen sich heutzutage durch Werbung ein Image zu verschaffen.

Marken müssen für sich genommen allerdings gar nichts Schlechtes sein. In der Everkampschule hat sich aus ersten Anfängen im Jahr 2004 im Zusammenhang mit dem Sportunterricht und der Medienarbeit der Online-Redaktion mittlerweile eine Initiative gebildet, Schulkleidung mit dem Emblem der Schule und den Versalien ESW anzubieten. Das Angebot umfasst T-Shirts, Polo-Piqué-Hemden und Sweat-Shirts für die kältere Jahreszeit.

„Wir arbeiten ausschließlich mit lokalen Anbietern wie der Kreativ-Stickerei und MP-Werbung zusammen, da können wir problemlos auch Kleinstmengen ordern“, sagt Herbert Rüst, Klassenlehrer der 5bH und Leiter des Fachbereichs Arbeitslehre. Im Kollegium werde die Schulkleidung mehrheitlich begrüßt, es gebe aber weder unter Lehrern noch Schülern einen Tragezwang. Das ist auch für die Zukunft so gewollt. „Es ist lediglich ein Angebot, zeigen zu können: ,Wir sind die Schule‘“, sagt Rüst. Auf keinen Fall wolle er eine von jedermann verpflichtend zu tragende Schuluniform propagieren. Auf Elternabenden und mit Hilfe einer Schautafel stellt die Schule Schülern und Eltern regelmäßig die aktuelle Kollektion vor. Zurzeit beschränkt sich das Angebot auf die fünften und sechsten Klassen. „Wir hoffen natürlich, dass viele Schüler auch später noch die Schulkleidung tragen wollen“, sagt Rüst. An den angebotenen Größen dürfte das zumindest nicht scheitern. „Alle Sachen gibt‘s von S bis XXL“, verspricht

der Lehrer. Und billiger als – bei vergleichbarer Qualität – die Kleidung von Modefirmen sind die Hemden und Shirts allemal.

In den Medien tauchen immer wieder einmal Berichte über schweres Mobbing unter Schülern auf, das sich angeblich an der Kleidung festmacht. „So schlimm ist es an der Everkamp-Schule definitiv nicht“, betont Rektor Krasemann. Dennoch hält er die Idee einer Schulkleidung für weiter unterstützenswert. „Wenn wir durch Schulkleidung die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule stärken, kann das doch nur von Vorteil sein“.

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