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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: Aufatmen nach Abkehr vom Turbo-Abi

21.02.2014

Ganderkesee Viel Unterrichtsstoff in acht Jahren, wenig Freiraum an den Nachmittagen – das sind aus Sicht vieler Schüler, Eltern und Lehrer die Folgen aus der Einführung des „Turbo-Abiturs“, also dem Schulabschluss nach der 12. Klasse. Doch nun plant die rot-grüne Landesregierung in Hannover zum Schuljahr 2015/2016 die Rückkehr zum alten System (G9). Hier gehen die Schüler in der Regel 13 Jahre zur Schule, ehe sie ihr Abitur ablegen.

„Wie genau das neue G9 aussehen soll, weiß ich nicht“, sagte Dr. Renate Richter, Leiterin des Gymnasiums Ganderkesee auf NWZ -Anfrage. „In jedem Fall wird aber der Umfang des Nachmittagsunterrichts zurückgehen; und das ist im Sinne der Schülerinnen und Schüler, der Eltern aber auch der Sportvereine und Musikschulen sehr zu begrüßen.“ Hinweisen aus der Politik, dass der Lehrplan auf dem Weg zum „Turbo-Abi“ entrümpelt wurde, widersprach sie. Noch immer sei aus vielen Fachgruppen zu hören, dass die Curricula zu voll sind. Das Programm sei zwar zu schaffen, so Richter, „aber es fehlt die Möglichkeit, Teilbereiche zu vertiefen und Schwerpunkte entsprechend den Interessen der Klasse oder aktuellen Entwicklungen zu setzen. Wir hoffen nun natürlich, dass die neuen Vorgaben wieder mehr Freiräume eröffnen werden.“

Die Pläne der Landesregierung begrüßte Dr. Veronika Vahlhaus-Rutayungwa, die Vorsitzende des Elternrats am Gymnasium. „Der Alltag für die Kinder entspannt sich wieder.“ Sie könnten verstärkt an außerschulischen Veranstaltungen teilnehmen. „Das Mehr an Zeit wird allen guttun“, so Vahlhaus-Rutayungwa. Das G9 werde den Lernprozessen eher gerecht,

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Das sieht Schülersprecherin Isabel Biernat ähnlich. „Das Jahr fehlt einfach. Gerade in der Schlussphase des 12. Jahrgangs ist der Stress groß“, so die 17-Jährige. Sie steckt gerade mitten in den Abiturprüfungen: „Wir haben acht Klausuren in drei Wochen.“

Vergleichsweise gelassen sieht Friedemann Schötten, von 1985 bis 2003 Schulleiter des Gymnasiums Ganderkesee und später Leiter des Dezernats Gymnasien bei der Landesschulbehörde, die „Reform der Reform“. Aus seiner Sicht sind sowohl G8 als auch G9 umsetzbar, sofern sie „vernünftig organisiert“ werden. „Für schwierig halte ich allerdings, beide Modelle parallel vorzuhalten“, sagt Schötten, der 2008 in den Ruhestand wechselte.

Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren bliebe für das Gymnasium Ganderkesee nicht ohne Folgen. „Wir haben jetzt schon zu wenig Räume“, betont die Schulleiterin. „Mit der Umstellung auf G9 wird der 11. Jahrgang wieder als Klasse geführt, das bedeutet, es werden in relativ kurzer Zeit sogar noch weitere Klassenräume benötigt. Daher hoffe ich, dass unser Schulträger seine Planungen zügig weiter vorantreibt, damit es nicht zu weiteren Notlösungen kommt.“

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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