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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

FLASCHENPOST AMY PUNSCHKES BOTSCHAFT WIRD AM STRAND VON SCHARBEUTZ ANGESPÜLT: Aus der Hunte in die Ostsee

21.06.2007

HUDE Amy Punschke ist weder einsam noch schiffbrüchig – allerdings steckt in dem neunjährigen Mädchen eine gesunde Portion Neugierde. Deshalb hat sie eine Flaschenpost verschickt in der Hoffnung, sie möge eine Nachricht von einem möglichst weit entfernten Ort erhalten, an dem das Gefäß angespült wird. In ihrer Botschaft auf Briefpapier mit Erdmännchen-Motiv hat sich die junge Huderin kurz vorgestellt und den Finder gebeten, ihr zurückzuschreiben. Dazu hatte sie die Plastikflasche mit Wachsmalstiften bunt bemalt, den Verschluss extra mit Tesafilm zugeklebt und die Flaschenpost an der Hunte auf die Reise geschickt. Das war im Februar dieses Jahres.

In den ersten Wochen hatte Amy sehnsüchtig auf eine Antwort gewartet, später jedoch dachte sie immer seltener daran, was wohl aus ihrer Flaschenpost geworden ist. So wurde sie auch jetzt nicht hellhörig, als der Briefträger Post aus Bad Schwartau zu ihr nach Hause in die Barlachstraße brachte. Als sie aus der Schule heimkam, empfing ihre Mutter sie mit dem Brief – Absenderin war eine Jaantje Gebauer. „Kenn’ ich nicht“, stutzte Amy Punschke, um dann alleine in ihrem Zimmer die Post zu lesen. Eine Minute später stürzte sie freudestrahlend wieder hinaus: „Mama, das ist die Antwort auf meine Flaschenpost!“, jubelte Amy. Geschrieben – auf einem mit Elefanten verzierten Briefpapier – hat ihr die siebenjährige Jaantje, die Amys Flasche in der Lübecker Bucht am Strand von Scharbeutz gefunden hatte. Wie die Flaschenpost von der Hunte in die Ostsee gelangt ist? Amy zuckt die Schultern: „Vielleicht ist sie über die Weser in die Nordsee und von dort in die Ostsee getrieben“, mutmaßt die

Neunjährige, die die Klasse 3a der Grundschule Hude-Süd besucht. „Das ist auf jeden Fall eine ziemliche Überraschung.“

Auf die Idee, eine Flachenpost zu verschicken, war sie durch ein Heft zur Kinder-Fernsehsendung „Löwenzahn“ gekommen. Allerdings wäre das Aussetzen beinahe schief gegangen. „Mein Vater hat die Flasche beim ersten Versuch zu weit geworfen, da ist sie im Gestrüpp hängen geblieben“, erzählt Amy. Schließlich gelang es Bernd Punschke aber doch noch, die Flasche ins Huntewasser zu bekommen.

Ihr Bruder Tim hat zeitgleich eine Flaschenpost losgeschickt – geantwortet hat ihm aber noch niemand. „Vielleicht ist die Flasche ja nach Afrika abgetrieben“, überlegt der Sechsjährige.

Noch in dieser Woche will Amy der Finderin Jaantje zurückschreiben – mit dem heutigen NWZ-Artikel als Zugabe. Vielleicht hat das Mädchen dann bald eine neue Freundin in Bad Schwartau.

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