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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Inklusion: Ausschuss lässt „Angstblase“ platzen

08.03.2013

Hude Sicher ist nur, dass nichts sicher ist: Viele Unwägbarkeiten prägten am Mittwochabend im Schulausschuss die Beratung über die Umsetzung der Inklusion an Huder Schulen. Eltern von Kindern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung können ab dem kommenden Schuljahr grundsätzlich wählen, ob ihre Schützlinge eine allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen sollen.

Wie viele Eltern von dieser Möglichkeit tatsächlich Gebrauch machen, ist unklar. „Das ist alles mit einem großen Fragezeichen versehen. Auch für den Landkreis als Träger der Förderschule ist das eine Rechnung mit vielen Unbekannten“, sagte Bürgermeister Axel Jahnz.

Ilona Schütte, kommissarische Leiterin der Grundschule Jägerstraße, weiß nur „von einem Kind, das sehr wahrscheinlich zu uns kommen wird.“ Nico Rettcher hat als Rektor der Peter-Ustinov-Schule fünf Förderschüler ausgemacht, die in die künftigen fünften Klassen wechseln könnten. „Eigentlich wollten wir eine Kooperationsklasse mit der Förderschule bilden. Im Gespräch mit den Eltern hat sich aber gezeigt, dass sie zum Teil eine weitere Beschulung ausschließlich an der Förderschule wünschen.“

Rettcher prognostizierte, dass sich auch andere Eltern weiter für Förderzentren entscheiden werden. Es bestehe kein Anlass, in Hude eine „Angstblase“ zu erzeugen. Ob an den Regelschulen wirklicher Bedarf entstehe, sei nicht absehbar. Rettcher, in Personalunion SPD-Ratsherr, plädierte daher aus Schulträger-Sicht für ein Abwarten.

Die Gemeindeverwaltung hatte eigentlich vorgehabt, im Grundschulbereich mit der Bildung von Schwerpunktschulen auf die Anforderungen der Inklusion zu reagieren. Die Grundschule Jägerstraße beispielsweise sollte den Förderschwerpunkt auf Kinder mit Defiziten in körperlicher und motorischer Entwicklung legen. Die kommissarische Leiterin Ilona Schütte betonte aber, dass die Bildung von Schwerpunktschulen nur ein theoretisches Konstrukt sei, in der Praxis werde man für jeden Fall eine individuelle Lösung suchen.

Als Konsequenz aus der Diskussion verwarf der Schulausschuss den Vorschlag, Schwerpunktschulen zu errichten. „Wir wollen keine Vorab-Einnordung. So ein Beschluss ist überflüssig“, meinte Friedrich Schnabel (CDU).

Ausschussvorsitzender Ralf Schepker (SPD) fasste zusammen: „Wir sind uns einig, den Prozess der Inklusion sehr positiv zu begleiten. Wir werden kurzfristig reagieren, wenn Bedarf da ist.“

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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