• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Unterrichtsversorgung: BBS auf dem drittletzten Platz

12.05.2017

Wildeshausen In den Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen ist die Unterrichtsversorgung auf einen Tiefstand gefallen. Nur noch 80,9 Prozent betrug der statistische Wert zum letzten Stichtag, 15. November 2016. Unter den 131 Berufsbildenden Schulen Niedersachsens steht die BBS Wildeshausen damit auf dem drittletzten Platz. Das geht aus der Antwort des Kultusministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley (Garrel) hervor. Landesweit liegt der Durchschnitt demnach bei 88,1 Prozent, was einen Rückgang um 0,5 Prozent bedeutet.

Wie die Schulen in der Praxis mit dem Problem umgehen, schildert der Leiter der BBS Wildeshausen, Gerhard Albers: „Zurzeit wird der personelle Mangel durch Mehrarbeit des bestehenden Kollegiums kompensiert. Die Mehrbelastung führt dann wiederum zu weiteren Ausfällen durch höhere Krankheitsstände. Betrachtet man außerdem den höheren Fortbildungsbedarf an Berufsbildenden Schulen, so sinkt die Unterrichtsversorgung durch entsprechende Ausfälle faktisch sogar unter 80 Prozent.“

Eine effektive Besserung ist für die BBS Wildeshausen nicht in Sicht. „Wir haben in der letzten Zuteilung zwar sechs neue Stellen bekommen, gleichzeitig werden zum nächsten Schuljahr aber auch vier Kollegen pensioniert“, erklärt Albers. „Selbst wenn wir die Versorgung mit effektiv zwei zusätzlichen Lehrkräften um ein paar Prozentpunkte steigern sollten, können wir immer noch nicht die Qualität der Ausbildung liefern, die wir wollen.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Für Bley ist der aktuelle Zustand „keine gute Werbung für das Modell der dualen Ausbildung“. Dabei seien Unternehmen dringend auf der Suche nach Fachkräftenachwuchs. „Kein Wunder, dass sich mittlerweile sogar die Kammern einschalten und lautstark Besserung anmahnen“, so Bley weiter.

Für Albers führt der Weg aus der Misere nur über zusätzliche Lehrerstellen landesweit. „Die Praxis der letzten Jahre, Lehrer aus den besser versorgten Schulen an die schlechter versorgten zu schicken, ist nur ein Herumdoktern an Symptomen“, sagt der Schulleiter. Abgesehen davon, seien auch die Schulen, von denen Lehrkräfte abgezogen werden, faktisch unterversorgt.

„Es ist erschreckend, wie wie sich in Niedersachsen die Unterrichtsversorgung seit Rot-grün verschlechtert hat“, sagt Bley. Er fordert die Landesregierung auf, ein tragfähiges Konzept gegen den Lehrermangel zu entwickeln oder die Berufsbildenden Schulen stärker in die Budgetverantwortung einzubeziehen. „Die Landesregierung schadet der Wirtschaft mit ihrer Unfähigkeit, für ausreichende Lehrerversorgung zu sorgen“, meint der CDU-Abgeordnete.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.