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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Afrika-Hilfe: Kindergarten fehlt es an allem

18.08.2017

Bookholzberg /Gambia Es schwingt jedes Mal ein bisschen Unsicherheit mit, wenn Christian Göken nach Gambia reist. Wie es tatsächlich um die Gesundheitsstation im Dorf Buniadu bestellt ist, die der Verein „Riverboat Doctors International“ (RDI) seit zehn Jahren betreibt, sieht der Vereinsvorsitzende immer erst vor Ort. Bei seiner Arbeit am Vereinssitz in Bookholzberg ist er auf Informationen via Internet und den Kontakt zu Freiwilligen angewiesen, die für eine Zeit vor Ort waren.

Gerade ist Göken selbst wieder für 14 Tage in Gambia gewesen, um sich zu vergewissern, dass dort alles rundläuft. Seit dem Frühjahr kooperiert RDI mit der Nichtregierungsorganisation „Project Aid The Gambia“, einer Partnerorganisation der deutschen Projekthilfe Gambia (die NWZ berichtete). Die Entscheidung, die Leitung der Station vor Ort an die erfahrenen Partner abzugeben, hat sich als richtig erwiesen. „Es läuft alles besser als erwartet“, berichtet Göken von seinem jüngsten Besuch in Gambia.

Seinen Aufenthalt in Buniadu hat der Vereinschef auch genutzt, um Vorstellungsgespräche zu führen. Der Verein und seine Partnerorganisation planen, eine zweite Krankenschwester einzustellen – ein Vertrag ist praktisch in trockenen Tüchern. Acht Mitarbeiter, neben den Krankenschwestern Hilfskräfte und Wachleute, zählt das Team dann.

Station dient als Vorbild

Auch ein Gespräch mit der gambischen Gesundheitsministerin liegt hinter Göken und dem Vorsitzenden der Projekthilfe, Matthias Ketteler. „Die Klinik der Projekthilfe wird im Ministerium als Paradebeispiel für größere Kliniken angesehen, unsere Gesundheitsstation als Vorbild für kleinere Gesundheitszentren“, freut sich Göken.

Und noch eine Neuigkeit kann er verkünden: Seit dem 1. August betreiben die „Riverboat Doctors“ auch den an die Gesundheitsstation angrenzenden Kindergarten. 100 Kinder aus dem Dorf werden dort von zwei Mitarbeitern betreut. Nachdem sich der bisherige Betreiber, eine niederländische Stiftung, zurückgezogen hatte, drohte dem Kindergarten die Schließung.

Wie die Gesundheitsstation, für deren Betrieb RDI jährlich 20 000 bis 25 000 Euro benötigt, muss auch der Kindergarten voll über Spenden finanziert werden. Mit etwa 11 000 Euro schlägt der Kindergarten zu Buche. „Nicht enthalten ist die Verpflegung der Kinder“, so Göken. „Wir würden ihnen aber gerne eine Mahlzeit am Tag bieten.“

Dringend benötigt wird laut Göken auch Ausstattung für den Kindergarten. „Es gibt bislang keinerlei Lernspielzeug“, erzählt der Vereinsvorsitzende. „Auch Papier und Kreide sind Mangelware.“

Spenden gesucht

Auf dem Spielplatz befinden sich nur noch die rostigen Rudimente von Karussell und Schaukel. Die 75 RDI-Mitglieder planen eine Spendensammlung, um möglichst Ende dieses Jahres wieder einen Hilfscontainer nach Westafrika schicken zu können.

Immerhin: Dank der Spendenzusage eines Bremer Ehepaars über 10 000 Euro sind die dringend nötige Renovierung des Kindergartens und der Betrieb bis zum Jahresende gesichert.Spendenzusagen nimmt Christian Göken in Bookholzberg unter Telefon   0176/ 30 46 57 61 entgegen.


Informationen zum Verein auf der überarbeiteten Homepage unter   www.rdi-ev.de 
Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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