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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Präventionsarbeit In Der Oberschule Bookholzberg: Für Courage im Klassenzimmer

06.12.2019

Bookholzberg Vor einer voll besetzten Aula an der Ellerbäke sang Schulleiter Jan-Michael Braun mit der Lehrerband am Donnerstag das Lied „Ein kleiner Schritt“ von den Sportfreunden Stiller. Es war nicht nur Auftakt der Feier zur Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, sondern auch Thema von Brauns Rede.

„Wir unternehmen jetzt einen ersten Schritt in eine neue Zeit“, sagte er. Seine Schüler forderte er auf, Mut zu zeigen, wenn Mitmenschen nur nach ihrem Aussehen bewertet werden. Der Titel sei eine Verpflichtung und das Schild mit der Auszeichnung, das über dem Haupteingang angebracht werden soll, sollte nicht im Alltag vergessen werden. Zusammen mit Konrektorin Simone Weß hob Braun die Rolle der ehemaligen Schülerinnen Marie Kleber und Ronja Werkmeister hervor, die sich im vergangenen Schuljahr gegen Rassismus stark gemacht und den Grundstein für die Auszeichnung gelegt hatten.

Arbeit soll Kreise ziehen

Der Erste Gemeinderat Matthias Meyer vertrat mit einer kurzen Ansprache Bürgermeisterin Alice Gerken, die Patin der Schule an der Ellerbäke ist. Er verglich die Arbeit der Schüler im Kampf gegen Rassismus mit Steinehüpfen auf dem Wasser und den daraus entstehenden Kreisen. „Ich wünsche mir, dass euer Stein noch weiter hüpft und größere Kreise zieht“, sagte er.

Was ist „Schule ohne Rassismus“?

Das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ist nach eigenen Angaben mit über 2800 Schulen bundesweit das größte seiner Art.

Jede Schule kann mitmachen, wenn mindestens 70 Prozent der Schüler sich per Unterschrift verpflichten, aktiv gegen Diskriminierungen zu kämpfen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßige Projekte zu dem Thema zu organisieren.

Der Titel als „Schule ohne Rassismus“ ist kein Preis, sondern soll als Selbstverpflichtung verstanden werden, bewusst gegen jede Form von Mobbing und Gewalt anzugehen.

Constanze Schnepf, Leiterin des Bereichs Antidiskriminierung der Interkulturellen Arbeitstelle Ibis in Oldenburg, verlieh die offizielle Urkunde. „Ich freue mich, dass sich so viele hier einbringen“, sagte sie. In Niedersachsen machten bereits über 300 Schulen mit und bundesweit über 1,5 Millionen Menschen. „Wir sind auch in Zukunft für euch da, sprecht uns an“, bot Schnepf den Schülern an und betonte zugleich, dass die Arbeit jetzt nicht erledigt, sondern eine tägliche Herausforderung sei.

Gegen Alltagsrassismus

An der Bookholzberger Oberschule gebe es keinen Rassismus, war sich Braun sicher, sprach aber den sogenannten Alltagsrassismus als ein Problem an. Er betonte, dass die Würde des Menschen gesetzlich vor der freien Meinungsäußerung steht und Begründungen für rassistische Bemerkungen wie „Das wird man wohl noch sagen dürfen“ nicht richtig seien. Braun: „Habt Mut, den Schreihälsen zu widersprechen.“

Marie Kleber und Ronja Werkmeister freuten sich über den erfolgreichen Abschluss ihres Projekts. Beide erlebten als Schülerinnen, dass Mitschüler aufgrund ihrer Herkunft angefeindet wurden. „Wir waren Schulsprecher und sind von Lehrern auf das Netzwerk aufmerksam gemacht worden“, sagte Kleber. Trotz des Stresses im Abschlussjahr habe sich die Arbeit aber gelohnt. „Für uns war das eine Herzensangelegenheit“, so Werkmeister.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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