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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

JUGENDPROJEKT VHS-D: Bürokraten lassen berufliche Zukunftsträume platzen

06.01.2009

LANDKREIS Bahta Osmanaj verstand die Welt nicht mehr. Sie war am Montag nach dem Weihnachtsurlaub pünktlich zum Unterricht erschienen – und musste erfahren, dass das Jugendprojekt der regioVHS Ganderkesee-Hude zum Jahresende eingestellt worden ist. Die 22-Jährige aus dem Kosovo, die 1993 mit ihrer Familie nach Deutschland geflüchtet ist, hatte sich gemeinsam mit 27 anderen jungen Menschen in dem Kursus seit September auf den Hauptschulabschluss und die Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung vorbereitet.

„Im Februar wäre mein zweites Praktikum fällig gewesen. Ich hatte gute Aussichten, einen Ausbildungsplatz als Bäckereifachverkäuferin zu bekommen“, berichtete die junge Frau. Was nun wird, sei völlig offen. Möglicherweise werde ihre Aufenthaltsgenehmigung, die an die Kursusteilnahme gekoppelt war, jetzt widerrufen. Bei einer Duldung dürfte Bahta Osmanaj aber keine Ausbildung mehr beginnen.

Diese besondere Problematik betrifft noch zwei weitere ausländische Kursusteilnehmer, wissen Jutta Lotze-Scherb und Marlis Koppe, die bereits seit etlichen Jahren das Jugendprojekt als Dozentinnen und Sozialpädagoginnen betreut haben. Aber auch für die deutschen Teilnehmer gebe es aktuell kaum Perspektiven. Das Projekt ist kurzfristig eingestellt worden, weil die Förderrichtlinien aufgrund einer Novellierung der Sozialgesetzgebung zum Jahreswechsel geändert worden sind (die NWZ berichtete).

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Alle Teilnehmer seien bestürzt über das kurzfristige Ende, resümierte Jutta Lotze-Scherb gegenüber der NWZ. Der Leiter des Amtes für Arbeit und soziale Sicherung im Landkreis Oldenburg, Bodo Bode, hatte versichert, die Jugendlichen fielen „nicht in ein Nichts“, da sich die Fallmanager um Alternativen bemühten. „Das ist nur Wunschdenken“, fasste Lotze-Scherb die Rückmeldungen etlicher Teilnehmer zusammen.

Noch sei der Zug nicht abgefahren, noch könne Landrat Frank Eger per Sondergenehmigung den Kursus bis zum regulären Ende im September genehmigen, postuliert Marlis Koppe. „Das ist leider nicht möglich“, sagte Eger auf NWZ-Nachfrage. Seine Verwaltung habe im Vorfeld alle Möglichkeiten ausgelotet, das Projekt zu retten – vergeblich. Es sei kein Einzelfall, dass Richtlinien kurzfristig verändert würden und Bürokraten Übergangslösungen verhindern, so der Landrat.

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