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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Berufsbildende Schulen: Das sind jetzt Partner fürs Leben

05.05.2017

Wildeshausen Die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen sind der erste Kooperationspartner der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD) im Landkreis Oldenburg. Blutspendeaktionen gibt es an den BBS seit Jahren, im Januar wurde sie erstmals mit einer Typisierungsaktion kombiniert. Von den 140 Schülern, die Blut spendeten, ließen sich 80 auch typisieren. „Jeder kann einmal Hilfe benötigen und auf eine Stammzellenspende angewiesen sein“, unterstrich BBS-Direktor Gerhard Albers am Donnerstag die Bedeutung. Dabei lobte er seine Schüler für ihr Engagement. Die BBS leiste damit einen Beitrag zum weiteren Aufbau der Spenderdatei.

Urkunde überreicht

Gemeinsam mit seinen Kollegen Bianca Haesche, Cäcilia Kalkhoff und Dr. Jürgen Strodthoff sowie zahlreichen Schülern nahm Albers eine Urkunde über die Kooperation mit der DSD entgegen. Zudem überreichte DSD-Mitarbeiterin Therese Barsch ein Schild, das mit dem Motto „Partner fürs Leben“ auf die Kooperation hinweist und draußen am BBS-Gebäude angeschraubt wird.

Leben retten helfen

Typisierungen sind möglich zwischen dem 17. und 55 Lebensjahr. Sie erfolgen über eine Speichel- oder eine Blutprobe. Eine Typisierung kostet 40 Euro, die zumeist über Spenden generiert werden.

Eine Stammzellenspende erfolgt durch Entnahme aus dem Blut oder durch eine Punktion des Beckens.

Die Überlebenschance eines an Leukämie erkrankten Menschen durch eine Stammzellenspende (genetischer Zwilling) beträgt 60 bis 80 Prozent.

32 Millionen Menschen sind weltweit als Stammzellenspender registriert. 63 Prozent der Stamm- und Knochenmarkspender kommen aus Deutschland.

Die Zusammenarbeit bedeutet, dass die DSD an der BBS über das Thema Typisierung aufklären und zum Mitmachen aufrufen darf. „Wir bauen das in unseren Unterricht ein“, erklärte Bianca Haesche, Lehrerin in der Abteilung Pflegeberufe. Auch sollen Betroffene selbst erzählen.

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Die nächste Blutspenden- und Typisierungsaktion ist Anfang 2018 geplant. Im Vorfeld wird Barsch in den BBS-Klassen zu Gast sein. „Die Kooperation ist eine tolle Sache und unheimlich wichtig“, sagte Barsch.

Die 33-Jährige aus Walsrode spricht aus eigener Erfahrung. 2009 ließ sie sich typisieren, weil ein Mädchen in ihrem Ort an Leukämie erkrankt war. 2014 kam Barsch als Stammzellenspenderin in Frage. Aber nicht für das Mädchen, sondern – wie sie inzwischen weiß – für eine an Blutkrebs erkrankte Frau in Schweden. Noch kennt Theresa Barsch die Frau nicht, weil es in Schweden eine fünfjährige Sperrfrist für Spender und Empfänger gibt. „Doch ich hoffe, die Frau irgendwann einmal zu treffen, sofern sie es auch will.“

Dass sie mit ihrer Stammzellenspende ein Leben retten konnte, habe Theresa Barsch so viel Mut gemacht, dass sie sich inzwischen hauptberuflich für die DSD engagiert. Sie rief die Schüler dazu auf: „Rettet ein Leben, lasst euch typisieren.“ Möglich ist das ab einem Altern von 17 Jahren.

So weit ist Ann-Kathrin noch nicht. Sie gehörte zum BBS-Team der Blutspende- und Typisierungsaktion im Januar. „Ich hatte schon etwas Angst, Blut zu spenden“, erzählte die 18-Jährige. Durch gute Aufklärung im Vorfeld habe den Schritt dann getan und nicht bereut. „Das war O.K., sagte sie. Mit der Entscheidung für eine mögliche Typisierung will sich Ann-Kathrin aber noch Zeit lassen.

Bewusste Entscheidung

Das findet Theresa Barsch gut. „So eine Entscheidung sollte bewusst und gut überlegt getroffen werden.“ Es helfe niemandem, wenn sich jemand aus einem Gruppenzwang heraus typisieren lassen und später als möglicher Stammzellenspender sage: „Nein, ich stehe nicht zur Verfügung.“ Deshalb ist den BBS nach Aussagen von Schulleiter Albers wichtig, mit den jungen Leuten über die Sinnhaftigkeit von Blutspenden und Typisierung ins Gespräch zu kommen. Seine Kollegin Cäcilia Kalkhoff formulierte es anders. „Wir wollen den Schülern den Gedanken ’Dienst am Nächsten’ näherbringen.“

NWZonline.de/gesundheit
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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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