• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Holocaust-Gedenktag: Das „Warum“ zwingt zum Nachdenken

28.01.2013

Wildeshausen Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des „Konzentrationslagers“ Auschwitz durch sowjetische Truppen zum 68. Mal. Anlass für den Landesverband jüdischer Gemeinden und die Stadt Wildeshausen, auf dem jüdischen Friedhof in Wildeshausen eine Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus’ abzuhalten. Rund zehn Personen fanden sich dazu bei Kälte und Schneegrieseln ein, überwiegend Schüler und Lehrer der Realschule Wildeshausen samt Schulleiter Jan Pössel, die sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema „Holocaust“ beschäftigten (die NWZ  berichtete).

Menschenwürde erhalten

Bürgermeister-Stellvertreter Wolfgang Däubler erinnerte an die Todeszüge, die aus allen Teilen Europas in die Vernichtungslager Auschwitz und Sobibor rollten. Er skizzierte das Schicksal einer Zeitzeugin, die zusammen mit sieben anderen Gefangenen aus einem der Deportationszüge Richtung Osten todesmutig durch ein Loch in der Holzwand des Waggons fliehen konnte. „In diesem Fall, wie auch in einigen anderen Fällen, war es den Nazis nicht gelungen, den Menschen ihre Würde zu nehmen. Und eben diese Menschenwürde ist es, die es zu schützen gilt, wenn die Neonazis versuchen, sich Gehör zu verschaffen“, appellierte Däubler in seiner Rede am Gedenkstein für die zwölf Wildeshauser Juden, die Opfer der Vernichtungsmaschinerie in der Nazi-Diktatur wurden.

„Hinter diesen Namen der Ermordeten steht, zwar nicht sichtbar, das übergroße Fragewort ,Warum‘“, so Bodo Gideon Riethmüller vom Landesverband der jüdischen Gemeinden. Auf diese Frage werde es auch heute keine eindeutige Antwort geben, denn monokausale Erklärungen würden nicht weiterhelfen. „Dazu ist das ungeheure Verbrechen, der Völkermord an den Juden, einfach zu komplex und kaum begreifbar“, sagte Riethmüller.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

9. Klassen stellen aus

Mit Blick auf den Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof in Wildeshausen führte Riethmüller weiter aus: „Das unsichtbare Wort ,Warum‘, welches hinter jedem Namen der gequälten Ermordeten auf dieser Stele steht, zwingt dazu, über den Tag hinaus sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.“

Die neunten Klassen der Realschule Wildeshausen haben das bereits im Vorfeld dieses Holocaust-Gedenktages getan. Sie haben dazu eine Ausstellung erarbeitet, die an diesem Montag und Dienstag (jeweils 13.30 bis 17 Uhr) im Foyer der Schule zu sehen ist. Darin geht es unter anderem um Themen wie das Leben in den Konzentrationslagern, den Widerstand zur Zeit des Nationalsozialismus’ und um die Judenverfolgung in Wildeshausen. An diesem Montag wird von 14 bis 17 Uhr außerdem der Rabbiner Jona Simon aus Oldenburg erwartet, der zusammen mit Bodo Gideon Riethmüller Fragen zum Thema beantwortet.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2730
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.