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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Die soziale Entwicklung fördern

22.07.2011

AHLHORN Freundlich und hell sind die Klassenräume eingerichtet, die in der ehemaligen Bezirksmeisterei der EWE in Ahlhorn entstanden sind. Drumherum gibt es viel Platz, einen Kunstraum und eine große Werkstatt, Basketballkörbe und sogar ein kleines Fußballfeld auf dem Schulhof. Seit Februar ist hier die Diakonie Freistatt, ein freier Bildungsträger aus dem Landkreis Diepholz, mit der Janusz-Korczak-Schule an der Straße Im Sandhofe zu Hause. Es handelt sich um eine Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.

„Die Jugendlichen kommen freiwillig, auf Antrag der Eltern. Es sind junge Leute, die mit sich selbst, den Mitschülern und Lehrern immer wiederkehrende Probleme haben“, erklärte Heiner Thiemann, Bereichsleiter Förderschulen der Diakonie Freistatt, bei einem Informationsbesuch von FDP-Politikern.

Thiemann und der Ahlhorner Schulleiter Adrian Hoppe betonten, Ziel des pädagogischen Konzepts sei es, die Kinder so schnell wie möglich in die öffentlichen Schulen zurückzuführen. Ein hartes Stück Arbeit. Vor allen Dingen geht es darum, das Verhalten zu trainieren. Die Schüler müssen lernen, Regeln einzuhalten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Die Schülerschaft habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, so Thiemann. „Wir haben zum Teil auch Eltern, die können nicht mehr erziehen“, sagt er. Das komme erschwerend hinzu.

Um die 20 Plätze stehen derzeit in der neuen Schule in Ahlhorn zur Verfügung. Beschult werden Jungen und Mädchen ab Klasse 6 bis Klasse 9. Sie kommen hauptsächlich aus dem Kreis Cloppenburg. Weil die Janusz-Korczak-Schule in Vechta aus allen Nähten platzte, war ein zentraler Standort im „Dreiländereck“ der Kreise Cloppenburg, Vechta und Oldenburg gesucht worden, möglichst nah an den Schülern. Die EWE vermietete ihre ehemalige Bezirksmeisterei langfristig und baute das Haus nach den Wünschen der Schule um.

Die Ahlhorner Schule als Filialschule der Vechtaer Förderschule zu starten, hat nicht funktioniert. Es ist nun eine Schul-Neugründung. Das heißt: Drei Jahre muss die Ahlhorner Einrichtung als neue Schule ohne Landeszuschüsse auskommen, um zu zeigen, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann.

Der Landkreis Cloppenburg springt mit Zuschüssen während der Anerkennungszeit in die Bresche. Der Kreis Oldenburg beteiligt sich nicht. Deshalb werden derzeit auch keine Schüler aus dem Kreis Oldenburg beschult.

Die Kinder, derzeit sind es hauptsächlich Jungen, besuchen von 8 bis 13.10 Uhr die Schule. Die Cloppenburger Jugendhilfe organisiert eine Nachmittagsbetreuung, wenn erforderlich.

Klaus Derke
Hude
Redaktion Hude
Tel:
04408 9988 2721

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