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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kärtchen bleiben in Erinnerung

05.07.2019

Dötlingen /Oldenburg „Machen. Einfach machen. Das ist ein gutes Motto.“ Während Marita Tzschoppe am Donnerstag in den Garten des Dötlinger Lopshofs ging, war ihr die Euphorie anzumerken. Die Schriftführerin des Lopshof-Vereins empfing dort Besuch aus der Stadt Oldenburg: Jana Reiners von der Seniorentagesstätte der Gemeinnützigen Werkstätten überreichte mit vier Senioren und Praktikantin Antje Jacobs ein Memory aus Tontafeln. Das Geschenk war aufgrund eines Projektes entstanden, bei dem eben einfach „gemacht wurde“, so Reiners – und für das der Lopshof die Inspiration lieferte.

Vor mehreren Jahren war sie bei der Eröffnung des Lopshof-Gartens dabei gewesen, erinnerte sich Reiners. Sie sah die Memorykarten aus Ton – ein Werk der „Lopshof-Maler“, einem Kunstprojekt für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Passend: Reiners suchte vor gut einem Jahr eine Idee für ein Projekt zwischen beeinträchtigten Senioren der Tagesstätte und Jugendlichen der Karl-Jaspers-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Wehnen (Ammerland). „Ihren Ausgang sollten die Jugendlichen nutzen, um einem Ehrenamt nachzugehen.“ Sie erinnerte sich an die Ton-Memorykarten.

Neue Kärtchen gestaltet

Diese Karten sollten die Senioren und 18- bis 27-Jährigen gemeinsam herstellen. Jeweils vier bis fünf Senioren und junge Erwachsene, „das wechselte ab und zu“, kamen mehrmals in der Tagesstätte sowie in der Klinik zusammen, um gemeinsam zu basteln. Um eine Vorlage zu haben, lieh sich die Gruppe die Karten des Lopshofs aus. „Als Dankeschön haben wir neue Kärtchen für den Verein gemacht“, erklärte Reiners.

Tzschoppe war die Freude anzumerken: Einerseits über das offenbar gelungene Projekt zwischen den Generationen. Andererseits, weil das Holzregal im Lopshof-Garten mit 15 neuen Tafelpärchen aufgefüllt wurde und somit jetzt 21 Pärchen im Regal stehen. Auch Jana Reiners zeigte sich zufrieden mit dem Projekt: „Es geht darum, einfach mal über den Tellerrand zuschauen, zu mischen – das ist Inklusion.“ Auch habe sie den jungen Erwachsenen angemerkt, dass ihnen die Zusammenarbeit mit den Senioren guttun würde: „Anfangs haben sie noch anders gesprochen: Da hieß es noch ,Ey, Alter!’ Jetzt sagen sie zum Beispiel: ,Ingeborg, kann ich dir helfen?’ Wir haben sogar eine Praktikumsanfrage bekommen.“ Die jungen Frauen und Männer würden „tolle Ideen“ einbringen. „Unser Thema war Natur: Mal haben wir Spinnen gemalt, Blumen, Sonnen oder auch mal ein Kreuz – je nach Stimmung.“ Gemeinsam wurde gemalt, geformt und gebrannt.

Die Oldenburger Seniorentagesstätte macht mehrere solcher Aktionen, ergänzte Reiners: So ging es unter anderem mit Kindern einer Kindertagesstätte für ein Projekt in den Wald. Auch nahmen die Senioren der Gemeinnützigen Werkstätten in diesem und in vergangenen Jahren an der NWZ-Aktion „Lesen und Schreiben verbindet“ teil: Dabei setzt man sich kreativ mit der Zeitung auseinander.

Memory für Kindergarten

Wenn das Projekt beendet ist, erzählte Reiners, gehen die Senioren und jungen Erwachsenen gemeinsam in den Wald, um zum Abschluss zu kochen: Bis dahin wird in der Karl-Jaspers-Klinik für weitere Memoryplatten ein Regal gebaut. Das Spiel soll einer noch jüngeren Generation, nämlich einem Kindergarten, zugute kommen.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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