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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Stadtrat hält an Kauf der Hunteschule fest

21.12.2018

Düngstrup Die Stadt Wildeshausen macht den eingeleiteten Rückkauf der Hunteschule nicht rückgängig: In namentlicher Abstimmung sprach sich der Stadtrat am Donnerstagabend bei seiner Sitzung in Düngstrup mehrheitlich dafür aus, einem Antrag von Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) nicht zu folgen. Er hatte die Aufhebung der Ratsbeschlüsse vom 21. Juni 2017 und vom 5. Februar 2018 in Sachen Hunteschule verlangt und wollte eine Planung für den Neubau einer Grundschule im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme eingeleitet wissen.

In namentlicher Abstimmung votierten 16 Ratsmitglieder dafür, es bei dem alten Ratsbeschluss zu belassen; darunter auch Bürgermeister Jens Kuraschinski. 13 stimmten gegen die Beschlussempfehlung der Verwaltung. Am Dienstag hatte sich der Kreistag mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, zum August 2021 die Liegenschaft der Hunteschule an die Stadt zurück zu übertragen. Dann könnten dort die Kinder der St.-Peter-Schule einziehen.

In der Ratssitzung lieferten sich Gegner und Befürworter des Schultausches einen Schlagabtausch mit zum Teil persönlichen Angriffen. Stephan Rollié (CDW) sagte, die Kreistagssitzung, die er als Zuschauer verfolgt hatte, sei „ein Schmierentheater“ gewesen. Ausgerechnet die CDU-Kreistagsabgeordneten Wolfgang Sasse und Sonja Plate, beide auch im Stadtrat, hätten dafür gesorgt, dass es spätestens 2028 keine Förderschule mehr in der Stadt geben werde. Wenn die St.-Peter-Schule an die Heemstraße ziehe, werde sie letztlich „in Frage gestellt“. Auch an die SPD-Fraktion gerichtet sagte Rollié: „Ich weiß nicht, wie Ihr noch in den Spiegel schauen könnt.“

Corinna Riedel-Seebacher (UWG) sagte, der Schultausch entspreche nicht dem Elternwillen. Jens-Peter Hennken (CDW) erklärte, wenn Kreszentia Flauger (Linke) sage, der Tausch sei zumutbar, sei es auch zumutbar, auf eine Klimaanlage im Stadthaus und auf das Flutlicht für den VfL Wittekind zu verzichten. Die Kosten hatte Marko Bahr (FDP) im Blick. Es sei ein Irrtum zu glauben, der Anbau an die Turnhalle St. Peter und die Übernahme der Hunteschule seien die kostengünstigste Lösung. Man müsse langfristig denken und einen Neubau planen. Ähnlich hatte Schulze Temming-Hanhoff argumentiert. Ein Neubau würde 3,5 Millionen Euro kosten. Stefan Brors (CDW) wies darauf hin, dass vor allem die Holbeinschule „aus allen Nähten“ platze. Sie könne nicht bis 2021 warten.

Manfred Rebensburg (Grüne) zollte CDU-Mann Sasse Respekt, der in den vergangenen Monaten „unglaublichen Anfeindungen“ ausgesetzt gewesen sei. Nach dem Beschluss des Kreistags könne man nun schnell in die Planungen einsteigen, um die Raumnot an den Schulen zu beseitigen. Sasse selbst widersprach der Darstellung seines ehemaligen Fraktionskollegen Rollié. „Die CDU-Kreistagsfraktion hat sich stets für die Förderschule eingesetzt.“ Anbauten am Standort St.-Peter-Schule/Holbeinschule seien von der Verwaltung geprüft, aber von der Politik nicht weiter verfolgt worden. „Die Kinder unserer Stadt müssen ja irgendwo hin“, warb er nochmals für den Erwerb der Hunteschule, für die die Kreisstadt rund 628 000 Euro an den Kreis zahlen soll.

Zu Beginn der Abstimmung wies Thomas Eilers, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, darauf hin, dass zwei Punkte in dem Antrag von Temming-Hanhoff laut Kommunalverfassung nicht zulässig seien. „Darüber hat der Rat entschieden.“ Lediglich die Passage zum Schulneubau sei abstimmungsreif.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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