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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Ein Käfer oder etwa doch eine Spinne?

03.05.2017

Hude Mal laut und dumpf, mal quietschend und falsch – auf alle Fälle aber pausenlos ist das Jagdhorn am Dienstagvormittag im Reiherholz bei Hude zu hören gewesen. Jäger waren an diesem Morgen zwar keine unterwegs, dafür 80 Mädchen und Jungen der Peter-Ustinov-Schule Hude.

„Beim Waldtag lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Themen aus den Bereichen Mathematik, Technik, Biologie, Chemie und Physik praktisch kennen“, erklärte Lehrer Daniel Diemer. Insgesamt 16 Stationen mit verschiedenen Aufgaben galt es für die Teilnehmer zu bewältigen. Organisiert wurde der Tag unter der Regie von Försterin und Waldpädagogin Imke Reiners und Wibeke Schmidt von den Niedersächsischen Landesforsten. Unterstützt wurden sie von Patricia Bredenkamp und Bettina Cordes vom Verein Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs.

Aufgaben im Wald

In kleinen Gruppen starteten die Achtklässler den Parcours durch den Wald. „Wir haben Aufgaben ausgesucht, die zum Wald passen“, meinte Reiners. So wurde beispielsweise der pH-Wert des Bodens gemessen. „Im Nadelwald ist der Boden deutlich saurer als im Laubwald“, erklärte Bettina Cordes.

An einer anderen Station lernten die Mädchen und Jungen den Lotoseffekt kennen. „Genau wie bei der namensgebenden Lotospflanze, perlt das Wasser auch beim Frauenmantel aus dem Garten einfach ab“, so Reiners, die den Schülern auch den Einsatz des Lotoseffektes im Alltag näher brachte: „Die Technik findet zum Beispiel bei Fliesen oder bei Fassadenfarbe Anwendung.“

Was im Waldboden krabbelt und kriecht, erfuhren die Teilnehmer an einer anderen Station. Da wurden dann auch schon mal die Beine gezählt, um herauszufinden, ob es „nur“ ein Käfer ist oder etwa doch eine gefürchtete Spinne. Genau hinschauen mussten die Jugendlichen auch beim Fährtenlesen: Drei Spuren galt es in einem abgesteckten Quadrat zu finden und mithilfe eines Buches zu bestimmen. Neben Abdrücken von den im Wald heimischen Tieren Reh und Fuchs, waren auch Spuren vom Rebhuhn zu entdecken. „Das passt nicht in die Reihe“, meinte Reiners. Rebhühner würden schließlich nicht im Wald, sondern auf Wiesen leben.

Im Team Holzsägen

Anstrengend wurde es beim Sägen. Als Team musste ein Stück Holz vom Baumstamm abgesägt werden, das möglichst ein Kilogramm wiegen sollte. „Das beste Team hat 999 Gramm abgesägt“, freute sich Daniel Diemer.

Bei den Schülern kam das Programm gut an: „Es ist sehr abwechslungsreich. Außerdem ist es gut, auch mal was außerhalb der Schule zu lernen“, waren sich Joy und Lea einig. Auch Henrik und Eike zogen ein positives Fazit: „Der Waldtag war sehr cool. Am meisten Spaß gemacht hat das Jagdhornblasen“, erzählten die Schüler – und das trotz des ein oder anderen schiefen Tons.