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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Nur die Besten kommen in diese Werkstatt

21.11.2018

Erfurt /Hude /Oldenburg Sturmi Seemann ist der beste Zimmerer Niedersachsens. Der Oldenburger, der seine Ausbildung bei Toma Holzbau in Hude gemacht hat, hat am Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks teilgenommen und wurde in seinem Beruf als Landessieger ausgezeichnet. Nun war der 21-Jährige auch beim Bundesentscheid in Erfurt. Dort hat er es zwar nicht aufs Treppchen geschafft, aber allerhand Erfahrungen gesammelt.

Kammersieg überraschte

Handwerker aus 64 verschiedenen Berufen haben beim Bundeswettbewerb in Erfurt gezeigt, was sie drauf haben. Doch wie kommt man da überhaupt hin? Bei seiner Gesellenprüfung erzielte Sturmi Seemann die besten Ergebnisse auf Kammerebene. Das war der Türöffner für den Leistungswettbewerb. Gegen vier Zimmerer aus anderen Bezirken setzte er sich schließlich beim Landeswettbewerb durch, wo er den ersten Platz erreichte. „Es war schon überraschend, dass ich Kammersieger wurde. Über das Ergebnis beim Landeswettbewerb habe ich mich sehr gefreut“, sagt er.

Von der Leistung seines ehemaligen Auszubildenden ist Thomas Renken, Inhaber von Toma Holzbau und Dachkonzept in Hude, ziemlich stolz: „Das ist wirklich super, da freuen wir uns alle sehr.“

Mit dem Landessieger-Titel qualifizierte sich Seemann für den dreitägigen Wettbewerb auf Bundesebene. Die Gruppe der Zimmer bestand aus zehn Leuten. Eine Woche lang wurden sie fachlich auf den Wettbewerb vorbereitet. Die Aufgabe in Erfurt bestand darin, ein Dachstuhlmodell zu bauen. Dafür hatten sie drei Tage Zeit. Bewertet wurde nach Maßgenauigkeit und Fugenpassung, auch das Gesamtbild musste stimmen. Wie sitzen die Schrauben? Sind die Sägeschnitte sauber? Mit dem Ergebnis beim Bundeswettbewerb – fünfter Platz – ist Sturmi Seemann zufrieden.

„Die Stimmung war kollegial und freundlich“, berichtet der junge Geselle. „Es war weniger ein Konkurrenzkampf, vielmehr haben wir miteinander gearbeitet. Eine tolle Erfahrung, um Kontakte zu knüpfen und mit Leuten aus anderen Regionen ins Gespräch zu kommen.“

FSJ beim Denkmalpfleger

2015 hat Sturmi Seemann am Neuen Gymnasium in Oldenburg sein Abitur gemacht. In den Beruf des Denkmalpflegers hat er während eines Freiwilligen Sozialen Jahres hineinschnuppern können. Zur Zimmerei ist er gekommen, weil er sich für alte Fachwerkhäuser interessiert. „Außerdem wollte ich etwas Praktisches machen“, sagt er.

Der Oldenburger begann 2016 schließlich bei der Firma Strauß in Butteldorf (Elsfleth) eine Lehre. Als sein Chef aus Altersgründen aufgehört hat, wechselte er zu Toma Holzbau und Dachkonzept in Hude. Dort schloss er seine Ausbildung 2018 bereits nach eineinhalb Jahren ab. Bis zum Sommer arbeitete er noch als Geselle bei Toma. Jetzt studiert der 21-Jährige Holzingenieurwesen in Hildesheim. „Ein guter Ausbildungsbetrieb macht eine Menge aus. Aber man muss sich in gewisser Weise auch Dinge selbst aneignen und mit Herzblut bei der Sache sein.“

Für seinen ehemaligen Chef, Thomas Renken, ist es wichtig, dass die Auszubildenden bei ihm die unterschiedlichen Bereiche des Zimmerei-Handwerks durchlaufen. „So bekommen sie einen Einblick in das Bauwerk in Gänze“, ist er überzeugt. Auch kann ein kleiner Betrieb seiner Meinung nach Vorteile haben: „Die Auszubildenden werden bei uns vom ersten Tag an vollwertig eingesetzt und nicht als Hilfskraft ausgenutzt.“ Zudem hat der Betrieb einen Azubi-Trainer, der Ansprechpartner für die Auszubildenden ist und diese an den Wochenenden auch auf ihre Prüfung vorbereitet.

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
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