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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Film-Aufnahmen komplett im Kasten

10.05.2005

WILDESHAUSEN WILDESHAUSEN - „Ich bin kein Schläger“, sagt Jennifer Key und spricht von sich, nicht von Nadine, die sie im Video der Streitschlichter-Arbeitsgemeinschaft der Berufsbildenden Schulen (BBS) verkörpert. Nadine, die aus Eifersucht ihre Mitschülerin Christina „anmacht“ und deren verbale Attacke in körperlicher Gewalt und mit dem Schulverweis von Christina endet, die bereits verwarnt worden war.

Soweit die Schlüsselszene aus dem Drehbuch, das die Fachlehrerinnen und Mediatorinnen Hella Einemann-Gräbert und Sabine Rackow geschrieben haben, und aus dem Schüler der BBS unter ihrer Anleitung ein Video zur Gewaltprävention gedreht haben. Jana Fehner, Jennifer Key, Daniel Frömling, Xenia Hägelen, Katharina Kuhn, Norman Seeger und auch die Lehrerin Sabine Rackow haben Rollen in dem Film „Wenn zwei sich streiten, greif’ ich ein – Cool bleiben statt zuschlagen“ übernommen. Die 16- bis 17-Jährigen, die an der BBS zu Streitschlichtern ausgebildet wurden, sind für den Dreh nicht gecastet, sondern aus den etwa 25 Streitschlichtern der Schule ausgelost worden.

Die Pausenhalle wurde nach dem Unterricht zum Film-Studio. Claus Clausen, der unter anderem Filme fürs Landesarchiv Oldenburg gedreht hat und durch Kontakte zur „Crew“ stieß, übernahm die Ausleuchtung, die Kamera und, wenn nötig, auch die Regie. Seit Mitte April liefen die Vorbereitungen für das Projekt. Gestern standen Filmaufnahmen an, die am Ende des Tages im Kasten sein sollten. Mitte Juni soll das Video fertig sein. Bis dahin muss das Material noch geschnitten und mit Musik unterlegt werden. „Die Musik-Auswahl überlassen wir den Schülern“, sagt Einemann-Gräbert. Sie hatten ohnehin Mitspracherecht und haben spontan während des Drehs Texte in „Jugend-Sprache übersetzt“, berichtet die Mediatorin. „Sie sind in der Arbeit aufgegangen“, freut sich auch Rackow über das Engagement der beteiligten Schüler. Anhand des Falls, der sich mit geringen Änderungen tatsächlich an den BBS zugetragen hat, solle gezeigt werden wie man eingreifen kann, bevor die Situation eskaliert, erläutert

Einemann-Gräbert. Dazu werden im Anschluss an die Schlüsselszene verschiedene Deeskalations-Möglichkeiten nachgespielt. Hilfe holen oder verbal eingreifen seien Alternativen, sagt Einemann-Gräbert. Nicht weg schauen, sondern Zivilcourage ist gefragt.

Zukünftig soll der Lehrfilm in der Streitschlichterausbildung, in Schulklassen und möglicherweise auch an anderen Schulen gezeigt werden, um Schüler für das Thema zu sensibilisieren. Aber auch Lehrer sollen sich angesprochen fühlen: Speziell für sie bereitet Schulsozialarbeiterin Maria Slak, die über eine Mediatoren-Ausbildung verfügt, einen Kurs in Deeskalation vor.

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