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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Flinke Finger verhelfen der blinden Ceyda zum Sieg

07.11.2014

Wardenburg Ceyda Pala ist eine begeisterte PC- Schreiberin. Bei der Texterfassung brachten ihre 299 fehlerfreien Anschläge pro Minute ihr den Sieg beim 41. Bundesjugendschreiben 2014, Altersgruppe E, in Köln ein. Ceyda ist gerade einmal 13 Jahre jung und blind. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Wardenburger Schreibmaschinenmuseum wurde ihr eine Blinden-Stenografiermaschine überreicht.

Die Freude stand dem Jungen Mädchen ins Gesicht geschrieben als Hannelore Schindelasch vom Sammler-und Hobby Forum e.V. in einer kurzen Ansprache Ceydas mit Auszeichnungen gepflasterten Werdegang vorstellte. „Als sie mit 7 Jahren von ihren Eltern einen Laptop geschenkt bekam gab es kein Halten mehr“ so Schindelasch. „schon früh wurde sie Mitglied in der Oldenburger Stenografen Vereinigung und nahm an verschiedenen Wettbewerben teil. Einen herausragenden 5. Platz errang sie 2014 mit 314 Anschlägen pro Minute bei den Deutschen Meisterschaften Kategorie Schüler“, führte Schindelasch weiter aus.

Seit vielen Jahren wird Ceyda von Ute Wild gefördert und betreut. Sie liest auch die zu tippenden Texte bei Wettbewerben vor.

Vom Tippen war es ein logischer Schritt zur Stenografie und ausgestattet mit einer brandneuen Blinden-Stenografiermaschine, demonstrierte Ceyda ihr Talent. Flink tippte sie einen Brief in die Maschine und las ihn samt Kürzel Erklärung den interessierten Besuchern vor.

Möglich gemacht wurde die Anschaffung der Blinden - Stenografiermaschine durch Spenden von Arno Wigger, Visbek, Dr. Melanie Schweizer, Friedburg, der Landessparkasse zu Oldenburg und dem Bezirk Oldenburg im Nordwestdeutschen Stenografenverband von 1876.

Ceyda – wird Jeda ausgesprochen, kommt aus dem türkischen und bedeutet „schöne glücksbringende Frau“ – ist eine bemerkenswerte junge Dame. Von Geburt an blind, lebt sie mit ihrer kleinen Schwester Berra und ihren Eltern Islin und Machmet Pala in Delmenhorst und besucht die 8. Klasse des Max Planck Gymnasiums. „Ich fühle mich sehr wohl mit meinen Klassenkameraden, die wissen problemlos wann ich Hilfe benötige“ erzählt Ceyda.

Vielseitig interessiert, war sie bis vor Kurzem noch aktiv im Oldenburger Ruderverein, möchte sich jedoch sportlich mehr als Schwimmerin entfalten. Sie liebt Klavierspielen, spielt im Schulorchester und liest mindestens 2 Bücher pro Monat, die Vater Machmet von der Blinden Bibliothek in Leipzig anfordert.

Neben ihren beiden Muttersprachen deutsch und türkisch spricht sie fließend englisch und wird im Rahmen des Spanischunterrichts im November nach Madrid reisen. Ihre Träume? „Noch mehr Sprachen lernen, Reisen und Parlamentsstenografin werden.“

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