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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: Förderschüler fassen Fuß in der Arbeitswelt

26.06.2014

Ganderkesee Die beste Nachricht brachte Klassenlehrer Karlheinz Scherer gleich zu Beginn: Alle Schüler, die am Projekt „Kleben bleiben erwünscht“ der Förderschule teilnahmen und damit freiwillig ein zehntes Schuljahr absolvierten, haben ihren Hauptschulabschluss in der Tasche. Besser noch: Fünf der Schüler haben einen sicheren Ausbildungsplatz – ein weiterer kann nach einem Jahr Berufsschule anfangen.

Während des freiwilligen zehnten Schuljahres können die Schüler ihren Abschluss machen und arbeiten zwei Tage in der Woche in einem Ausbildungsbetrieb, um auf die Berufswelt vorbereitet zu werden. Das Ziel: Die Schüler sollen im Betrieb „kleben bleiben“.

„Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, sagte Förderschullehrer Norbert Klüh. Dabei seien die Anforderungen an die Schüler hoch gewesen: „Die Schüler wollten ihren Abschluss machen und versuchten durch ihr Können in den Betrieben zu zeigen, dass sie für eine Ausbildung geeignet sind.“ Das erfordere deutlich mehr Disziplin.

Auch Scherer zeigte sich zufrieden: „Ich freue mich sehr über das Ergebnis dieses Jahres.“ Nicht alle hätten ein Traumzeugnis, aber „alle Schüler haben die Zähne zusammen gebissen und sich den Anforderungen gestellt“. Einige von ihnen hätten ihren Wunsch-Berufszweig sofort gefunden, andere wechselten innerhalb des Jahres auch häufiger den Betrieb.

So zum Beispiel David Knutzen. Der 17-Jährige versuchte sich in seinem ersten Praktikum als Dachdecker, baute Holzkonstruktionen für Dachstühle und kümmerte sich um die Wärmedämmung. Er merkte aber schnell, dass der Beruf nichts für ihn ist. „Die Arbeit liegt mir einfach nicht“, erzählte er.

Er brach das Praktikum ab und ging dann in eine völlig andere Richtung: In seinem zweiten Praktikum schnupperte er in den Arbeitsalltag eines Pflegeassistenten. Er beschäftigte sich mit den Bewohnern und war fürs Essen zuständig.

„Bei der Arbeit sollte man auf keinen Fall Berührungsängste haben“, sagte er. Die Arbeit mache ihm aber Spaß und er könne sich vorstellen, in dem Beruf zu arbeiten. Knutzen bewarb sich bei mehreren Pflegeschulen für eine schulische Ausbildung – und das mit Erfolg: Gleich drei Zusagen kamen zurück. Die passende Schule kann er sich jetzt selbst aussuchen.

Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
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