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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Gesamtschule: Fraktionen blockieren sich gegenseitig

01.06.2010

HUDE Auf ein klares Votum des Huder Schulausschusses hatten am Montagabend Regina Kanbach und Heike Ritzrau von der Elterninitiative „Gesamtschule für Hude“ gehofft, doch am Ende der Sitzung standen sie mit leeren Händen da: Nach insgesamt fünf Einzelabstimmungen sind Huder Schüler einer Gesamtschule keinen Millimeter näher gekommen. Den CDU-Antrag, den Landkreis Oldenburg aufzufordern, eine Elternbefragung zum IGS-Standort Bookholzberg vorzunehmen, lehnten SPD und FDP gemeinsam mit der im Ausschuss stimmberechtigten Elternratsvertreterin Petra Boeckler-Hochberger ab.

IGS aus Antrag gestrichen

Aber auch der von der SPD nach einer Sitzungsunterbrechung formulierte Alternativvorschlag, grundsätzlich die Einrichtung einer Gesamtschule am Standort Hude zu befürworten, fand keine Mehrheit: SPD, LBfH und Boeckler-Hochberger waren dafür, CDU und Grüne dagegen, so dass der Antrag, aus dem die Festlegung auf eine IGS gestrichen wurde, an einem 5:5-Stimmenpatt bei zwei Enthaltungen der FDP scheiterte. Endgültig wird darüber am 17. Juni im Gemeinderat entschieden.

Empfehlung fürs Abwarten

Eine Mehrheit gab es immerhin dafür, das Thema auf die lange Bank zu schieben: SPD, FDP, LBfH und Grüne waren sich einig, „vor einer endgültigen Beschlussfassung“ die Schülerzahlentwicklung und die ersten Erfahrungen an der neu eingerichteten IGS Wardenburg abzuwarten. Dagegen war nur die CDU: „Das zögert die Sache nur endlos hinaus“, monierte Ratsherr Horst Siemers.

Konsens unter allen Fraktionen bestand darin, den Landkreis zu bitten, den Schuleinzugsbereich der IGS Wardenburg „kurzfristig“ auf die Gemeinde Hude auszuweiten. Der Genehmigungserlass sieht diese Öffnung jedoch erst für 2015/2016 vor.

Zuvor hatte Klaus Kapell von der Landesschulbehörde die Auswirkungen eines IGS-Standortes in Bookholzberg bzw. in Hude skizziert: Ab dem Jahr 2013 werden nach „Kapell’scher Daumenpeilung“ pro Jahrgang nur noch etwa 80 Haupt- und Realschüler in den Gemeinden Hude und Ganderkesee übrig bleiben. „Eine IGS und die in den Gemeinden bestehenden drei Schulzentren wären dann nicht mehr gleichzeitig existenzfähig“, prognostizierte Kapell. Hudes Bürgermeister Axel Jahnz befürchtet, dass ein IGS-Standort Bookholzberg „mittelfristig“ die Peter-Ustinov-Schule sterben lassen wird: „Das kann ich nicht zulassen.“ Diese Sorge teilt auch der Huder Gemeinde-Elternrat, der vom gemeinsam mit dem Ganderkeseer Gremium gefassten Beschluss zugunsten einer IGS in Bookholzberg abrückte: „Den Schulstandort Hude zu erhalten, hat für uns oberste Priorität“, betonte Petra Boeckler-Hochberger.

CDU: „Schwarzmalerei“

Horst Siemers (CDU) warf dem Bürgermeister hingegen „Schwarzmalerei“ vor. Es gebe keinen Beleg dafür, dass das Huder Schulzentrum auf der Strecke bleibe: „Wir müssen um den Standort kämpfen.“

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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