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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Führungswechsel an Förderschule

17.06.2017

Hude Uta Komendzinski kann auf eine lange Laufbahn als Lehrerin in Hude zurückblicken. 1984 kam sie an die Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung und übernahm ab 1991 die Stelle als Rektorin von ihrem Vorgänger Hans-Georg Osterloh. Insgesamt 26 Jahre leitete sie von da an die Bildungseinrichtung in Trägerschaft des Landkreises an der Vielstedter Straße. Am Freitag wurde sie offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

„Wer ist Uta Komendzinski?“, fragte Karl-Heinz Book von der Landesschulbehörde, bevor er den Werdegang der der Pädagogin vorstellte. „Uta Komendzinski ist in Achim aufgewachsen und hat nach ihrer Schulzeit erst ein Mal eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert und im Anschluss als Operator gearbeitet“, berichtete Book.

Ihr Abitur habe sie dann auf dem zweiten Bildungsweg in Oldenburg gemacht, bevor sie in der gleichen Stadt ihr Studium aufgenommen habe. 1984 sei sie dann an die Förderschule in Hude gekommen, die sie in ihrer 33-jährigen Laufbahn entscheidend geprägt habe. Mit Wirkung zum 1. August entließ Book die Lehrerin.

Große Fußspuren

Nicht sicher, ob er sich für sie freuen oder traurig sein sollte, war sich Landrat Carsten Harings, der Uta Komendzinski Weitsicht, fachliche Kompetenz und eine sachliche Art bescheinigte. „Sie hinterlassen große, positive Fußspuren“, lobte er die scheidende Rektorin.

„Sie haben ihren eigen Stil gefunden, der von Sachlichkeit geprägt war und ohne Brechstange ausgekommen ist. Sie haben maßgeblich zur positiven Entwicklung der Schule beigetragen und den Schulalltag mit Leben erfüllt. Es war ein wundervolle Zeit mit ihnen, vielen Dank dafür.“

Bürgermeister Holger Lebedinzew betonte die Besonderheit des Tages für Uta Komendzinski und die Gemeinde Hude. Er freute sich, dass Komendzinski in ihrer Zeit als Rektorin viele gute Kooperationen, vor allem mit anderen Schulen, geschlossen habe und betonte die vielfältige Schullandschaft im Ort.

Er bedauerte, dass er die Rektorin erst spät kennen gelernt habe, was daran lag, dass diese geräuschlos und mit ruhiger Hand arbeite. „Was ich dann aber wahrgenommen habe, war ihre engagierte Arbeit, auch in Krisensituationen. In denen waren sie immer diplomatisch und hatten stets ein Lächeln im Gesicht.“

Viele Hürden genommen

Viel Lob gab es auch von Konrektorin Katrin Wientges. „Als ich an diese Schule kam, dachte ich, dass ich eine entscheidungsfreudige, zielstrebige Lehrerin bin – dann lernte ich dich kennen. Zusammen haben wir uns humorvoll dem Schulalltag gestellt und viele Hürden genommen“, blickte sie zurück.

„Auch das Kollegium hat dich stets geschätzt und unterstützt – auch wenn es nicht immer deine Meinung geteilt hat – so wie damals als du beschlossen hast, dass wir alle unser Sportabzeichen ablegen“, berichtete Wientges mit einem Lächeln.

Zum Ende der Veranstaltung bedankte Uta Komendzinski sich bei ihren Kollegen, ohne die sie den Job nicht hätte machen können. „Euer Engagement war wirklich toll.“ Besonders hob sie die Zusammenarbeit mit ihrer Konrektorin hervor, der sie ebenfalls eine gute Zusammenarbeit bescheinigte.

Dank ging auch an den Förderverein, die Schulleiterkollegen, mit denen sie im regen Austausch stand und dem Landkreis als Schulträger für eine faire und gute Zusammenarbeit.

Und weil sie die Kollegen nicht überzeugen konnte, wie sie Ingwertee zu trinken, schenkte sie dem Personal und Nachfolger Bernhard Rausch-Döbelin einen Kaffeevollautomaten.

Wolfgang Alexander Meyer
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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